Neues Parkraumkonzept für Bruck an der Mur ab 1. Oktober 2022

Ab Oktober 2022 tritt für die Stadt Bruck an der Mur ein optimiertes Parkraumkonzept mit neuer Zoneneinteilung in Kraft.

Das neue Parkraumkonzept (DOWNLOAD: Sonderamtsblatt "Parkraumkonzept" August 2022) mit der Einteilung in grüne und blaue Zonen soll mehr verfügbaren Parkraum für Bewohner*innen und Kund*innen sicherstellen. Sowohl für Anrainer*innen als auch für Pendler*innen gibt es die Möglichkeit, Dauertickets zu erwerben. 

Insbesondere im innerstädtischen Raum stellt Parken in Bruck mittlerweile ein echtes Problem dar. Der durchschnittliche Autofahrer sucht mehr als 40 Stunden im Jahr nach einem Parkplatz. Das bedeutet nicht nur viel verlorene Zeit, sondern auch Millionen Liter Kraftstoff, die für die Parkplatzsuche aufgewendet werden.

Durch die gestiegene Anzahl von Autos ist der Parkraum in Bruck seit längerer Zeit überlastet. Menschen, die ins Stadtzentrum wollen, sowie Anrainer*innen finden sehr schwer und oft erst nach langer Suche einen Parkplatz. Dieses Problem spitzt sich immer mehr zu und eines ist klar: die Parksituation wird nicht von alleine besser. Der Ruf nach der Einführung eines Parkraumkonzepts für Bruck wurde daher in den vergangenen Jahren immer lauter. Da die Schaffung von zentrumsnahen, verfügbaren Parkräumen ein effizientes Konzept erfordert, erarbeiteten Politik und Verwaltung mit Mobilitätsexperten unter Einbeziehung der Wirtschaft ein neues Konzept. Die neue Strategie hat das Ziel, wieder Parkplätze verfügbar zu machen.

Das Parkraumkonzept für Bruck

Zwei wesentliche Anforderungen wurden bei der Erstellung besonders berücksichtigt: Einerseits müssen Parkmöglichkeiten für die Bewohner*innen sichergestellt und die Parksituation der Anwohner verbessert werden, andererseits soll die Verkehrsbelastung durch geringeren Parkplatzsuchverkehr reduziert und das Parkplatzangebot für Kund*innen und Ladeverkehr verbessert werden.

Das Parkraumkonzept ist auch als effektives Steuerungsinstrument für die Verkehrsmittelwahl der Pendler zu sehen, da die Nutzung des öffentlichen Verkehrs wesentlich umweltfreundlicher als die Fahrt mit dem eigenen Auto ist. Das neue System bringt zudem eine Einnahmenerhöhung unter vertretbaren Tarifen für Bewohner*innen, Kund*innen und Beschäftigte.

Zonen-Lösung als beste Variante

Das Verkehrsplanungsbüro ZIS+P aus Graz empfahl auf Basis einer umfangreichen Studie eine sogenannte Zonen-Lösung. Diese besteht aus einer grünen und einer blauen Zone.

Blaue Zone

Die blaue Zone umfasst den inneren Stadtkern rund um den Hauptplatz, die Roseggerstraße, die Herzog-Ernst-Gasse und den Minoritenplatz, die Dr.-Theodor-Körnerstraße bis zur Kreuzung mit der Fraunedergasse, die Nagelschmiedgasse, den Schiffländ, den Bereich rund um den Kirchplatz und den Hohen Markt (Sporthalle) sowie die direkten Parkplätze rund um den Stadtsaal. Auch im Bereich rund um das Finanzamt und das Bezirksgericht - An der Postwiese, Hugo-von-Montfort-Gasse und E.-Johann-Gasse, gibt es künftig eine blaue Zone.

Das Parken in der Blauen Zone kostet Montag bis Freitag, von 8 bis 18 Uhr sowie Samstag, von 8 bis 12 Uhr 60 Cent pro 30 Minuten, die maximale Parkdauer beträgt hier 180 Minuten, also drei Stunden.

 

Grüne Zone

In der Grünen Zone, in der das Parken von Montag bis Freitag, von 8 bis 18 Uhr sowie Samstag, von 8 bis 12 Uhr 40 Cent pro 30 Minuten kostet, gibt es auch Pauschaltarife, der Tag kostet 7 Euro, der Monatstarif beträgt 35 Euro. Die Jahreskarte für Pendler kostet 390 Euro.

 

Für Anrainer*innen gibt es sowohl für die Blaue Zone (nur außerhalb des inneren Stadtkerns) als auch für die Grüne Zone eine Anwohnerparkbewilligung, die entweder für einen Monat oder ein Jahr ausgestellt wird.

Diese kostet für einen genau definierten Bereich (je nach Hauptwohnsitz Zone A oder B) 35 Euro im Monat bzw. pauschal 85 Euro pro Jahr. Für den inneren Stadtkern (Zone C) ist das Anrainerparken nicht möglich. Bewohner*innen, die ihren Hauptwohnsitz in diesem Bereich haben, können daher für ihre Anwohnerparkbewilligung zwischen den Zonen A und B wählen.

Am Bahnhof werden noch besondere Parkmöglichkeiten für Einpendler*innen geschaffen - nähere Informationen hierzu werden gesondert bekanntgegeben.

Parkzonen ab 1. Oktober
Parkautomaten
Handy-Parken in Bruck
Generell keine Parkgebühr

Der Verkauf von Dauerparktickets startet mit 16. August 2022 im Bürger*innen-Büro

Bitte nutzen Sie das Onlineformular um zum Antragsformular zu gelangen.

Anrainer*innen grüne/blaue Zone:
https://www.amtsweg.gv.at/stmk/start.do?generalid=Parkkarte_Bewohner_62139&party=62139

Pendler*innen grüne Zone:
https://www.amtsweg.gv.at/stmk/start.do?generalid=Parkkarte_Gruene_Zone_62139&party=62139

Allgemeine Anfragen zu den Dauertickets stellen Sie bitte per Email an buergerbuero[at]bruckmur.at.
Für die Ausstellung der Dauerparktickets ist das Bürger*innen-Büro (Eingang altes Rathaus) von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie montags von 13 bis 16.30 und dienstags bzw. donnerstags von 13 bis 15 Uhr für Sie da. Während der Einführungsphase kann es bei Antragstellung im Rathaus zu längeren Wartezeiten kommen.

Der Weg zu Ihrem Dauerparkticket

Wie komme ich als Anrainer zu ­meiner Jahresparkkarte?
Wenn Sie Ihren Hauptwohnsitz in der Grünen oder Blauen Zone haben, können Sie eine Jahresparkkarte für die betreffende Zone beantragen. Sie können dies bequem von zuhause aus online tun und anschließend Ihre Parkkarte im Bürger*innen-Büro abholen.

Der Kauf eines Dauertickets ist auch im Bürger*innen-Büro möglich, es wird jedoch empfohlen, die Bestellungen online durchzuführen, da gerade während der Einführungsphase im Rathaus mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist.

Wichtiger Hinweis für Anrainer im Inneren Stadtkern (Zone C)

Wenn Sie im inneren Stadtkern (Zone C) wohnen, können Sie für ihre Anwohnerparkbewilligung zwischen den Zonen A und B wählen. Für die Zone C ist ein Anrainerticket nicht erhältlich.

Bitte nehmen Sie folgende Unterlagen für die Abholung einer Jahresparkkarte mit:

  • Amtlicher Lichtbildausweis
  • Zulassungsschein
  • Bei Firmenfahrzeugen ist eine Bestätigung des Zulassungsbesitzers beizulegen, dass die private Nutzung des Fahrzeuges gestattet ist.
  • Bei Leasingfahrzeugen, die nicht auf den Leasingnehmer zugelassen sind, ist eine Vertragskopie (Auszug) beizulegen.

 

Die flächendeckende Kurzparkzone ist durch Straßenverkehrszeichen an allen Ein- und Ausfahrten zum Zonengebiet gekennzeichnet. Innerhalb dieser Zonen sind keine gesonderten Verkehrszeichen aufgestellt. Die Anbringung von Bodenmarkierungen dient nur als Orientierungshilfe; rechtsverbindlich ist ausschließlich die Beschilderung.