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Von Schule über Digitalisierung bis Vereinsleben: Die wichtigsten Stadtratsbeschlüsse im Überblick

Mit einer Reihe von Beschlüssen setzte der Stadtrat in der ersten Sitzung des neuen Jahres Akzente für Digitalisierung, Kultur, soziale Unterstützung, Infrastruktur und das Vereinsleben. Ein Schwerpunkt war der Startschuss für die Sanierung der Mittelschule, die nun mit klar definiertem Kostenrahmen und externer Fachbegleitung vorbereitet wird.

Der Stadtrat beauftragte für die Vorbereitung der Vergabeverfahren zur Sanierung der Mittelschule zwei externe Fachstellen mit der rechtlichen Begleitung und der mit der fachlichen Beratung.

Mit einer neuen Anlage auf der Kläranlage setzt die Stadt Bruck ihren Ausbau der Photovoltaik Strategie konsequent fort und macht einen weiteren Schritt in Richtung energieautarker und klimafreundlicher Infrastruktur (im Bild: die PV Anlage am städtischen Wirtschaftsbetrieb).

Der Stadtrat beschloss die Durchführung der ersten Brucker Vereinsmesse, die am Freitag, dem 22. Mai 2026, im Festzelt am Hauptplatz stattfinden wird – direkt im Anschluss an den Brucker Businesslauf, der am Vortag über die Bühne geht und damit den passenden Rahmen für eine große Veranstaltungswoche bildet.

Die Jahresplanung der Stadtbücherei 2026 wurde beschlossen, die neben dem laufenden Medienankauf und der Weiterführung des Streamingdienstes Filmfriend ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, zahlreiche Kooperationen und mehrere ehrenamtlich geführte Projekte umfasst.

Der Stadtrat setzte den ersten Schritt für die Sanierung der Mittelschule und beschloss die Beauftragung zweier externer Fachstellen, um die anstehenden Vergabeverfahren professionell vorzubereiten. Die Sanierung, die nächstes Jahr mit einem Kostendeckel von 18,5 Millionen Euro brutto starten wird, unterliegt einem strengen „Design to Cost“-Prinzip und wird mit Bedarfszuweisungen des Landes in Höhe von 80 Prozent der Errichtungskosten umgesetzt.

Vereinsmesse. Der Stadtrat gab grünes Licht für die Durchführung der ersten Brucker Vereinsmesse, die am 22. Mai 2026 am Hauptplatz stattfinden wird. Ziel der Veranstaltung ist es, die Vielfalt des Brucker Vereinslebens sichtbar zu machen und insbesondere Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Vereinen zu erleichtern. Rund 40 Vereine und Einsatzorganisationen, das Jugendzentrum, die Stadtbücherei und die Musikschule haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Am Vormittag wird die Messe gezielt für die Brucker Schulen geöffnet. Etwa 1.000 Schüler und Interessierte werden erwartet. Die Gesamtkosten der Veranstaltung belaufen sich auf rund 10.000 Euro. 

Soziale Unterstützung und Prävention. Das Konzept „Verwahrlosung, Vermüllung und Vereinsamung – Intervention und Prävention“, das in Zusammenarbeit mit dem Verein Lichtpunkt sowie der Lebenshilfe Bruck‑Kapfenberg entwickelt wurde, wird weitergeführt. Die Mitarbeiter der Stadt sind im Rahmen ihrer Aufgaben als örtliche Gesundheitspolizei zunehmend mit Menschen konfrontiert, die unter massiven Problemen der Selbstorganisation leiden. 

Das Erscheinungsbild reicht von ausgeprägter Unordnung bis hin zu schweren Formen des sogenannten Vermüllungs-Syndroms. Um sowohl den Betroffenen als auch dem öffentlichen Interesse gerecht zu werden, setzt die Stadt auf ein strukturiertes Vorgehen, das präventive Maßnahmen, professionelle Unterstützung und behutsame Interventionen verbindet. Für die Fortführung des Konzepts im Jahr 2026 wurde ein Budget von 5.500 Euro vom Stadtrat beschlossen.

Liselotte‑Zechner‑Frauenpreis. Der Stadtrat beschloss die Vergabe des Liselotte‑Zechner‑Frauenpreises, der heuer unter dem Motto „Kunst und Kultur“ steht. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis würdigt Brucker Frauen, die mit Kreativität, Mut und kulturellem Engagement inspirieren und Herausragendes leisten. Die feierliche Verleihung findet am 6. März 2026 in der Musikschule Bruck statt. Nominierungen können noch bis Ende Jänner per Email an veranstaltungen.bs@bruckmur.at oder im Bürgerbüro abgegeben werden – die zugehörigen Formulare sind unter www.bruckmur.at abrufbar.

Einführung der CitiesApp. Der Stadtrat hat den Ankauf und die Einführung der CitiesApp für die Stadt Bruck an der Mur beschlossen. Damit setzt die Stadt einen wichtigen Schritt in Richtung moderner, effizienter und bürgernaher Digitalisierung. Im Zuge einer umfassenden Evaluierung der digitalen Kommunikationskanäle wurde nach einer Gesamtlösung gesucht, die mehrere Funktionen in einer Plattform vereint. Die Wahl fiel auf CITIES, eine App, die bereits in mehreren österreichischen Städten erfolgreich eingesetzt wird und zahlreiche Möglichkeiten bietet, um Verwaltung, Bürger, Wirtschaft und Vereine besser miteinander zu vernetzen. Bruck an der Mur wird damit – neben Villach – zu einer Pilotgemeinde.

Ein wesentliches Element ist die schnelle Push‑Benachrichtigung im Katastrophenfall, mit der alle Nutzer unmittelbar erreicht werden können. Darüber hinaus bündelt die App zentrale städtische Services wie den Müllkalender, das Anliegenmanagement, das E‑Paper der Stadtnachrichten und den Veranstaltungskalender an einem Ort.

Stadtbücherei. Im Stadtrat wurde das Jahresprogramm der Stadtbücherei sowie die dafür vorgesehenen Budgetmittel von rund 12.000 Euro beschlossen. Ziel ist es, den Medienbestand laufend zu erweitern, vielfältige Veranstaltungen anzubieten und die Bücherei weiterhin als offenen, konsumfreien Begegnungsraum für alle Generationen zu stärken.

Neben der Weiterführung des beliebten Streamingdienstes Filmfriend, der hochwertige Arthouse‑Filme bietet, werden verschiedene Veranstaltungen wie die Gute‑Nacht‑Geschichten im Jahreskreis, ein Kinderrechte‑Workshop und der Bibliotheksführerschein für Volksschulen, eine Vortragsreihe „Lebensfreude im Alter“ mit Barbara Fleck, die Aktion „Angesagtes Lesen quer durch die Stadt“, Krimiabende und Lesungen regionaler Autorinnen, das Lesefest der Generationen und zahlreiche Aktivitäten vom Verein Lesefreunde angeboten.

Livestream der Gemeinderatssitzungen. Der Stadtrat beschloss die Vergabe des Livestreams der Gemeinderatssitzungen für ein Jahr an Mema TV. Im Auftrag der neuen Stadtregierung wurden die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine erneute Umsetzung geprüft. Dabei zeigte sich, dass ein internes Streaming‑System aufgrund hoher Investitionskosten, fehlender Ausfallsicherheit und erheblichem Personalaufwand nicht sinnvoll wäre. Die erste Gemeinderatssitzung 2026, die live übertragen wird, findet am 26. März 2026 statt.

Kindergärten. Der Stadtrat beschloss den Austausch der bestehenden Verglasungen im Kindergarten Berndorf sowie in der BAfEP auf Sicherheitsgläser. Mit dem Austausch, der rund 24.000 Euro kosten wird, wird ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für Kinder und Pädagogen gewährleistet. 

Photovoltaikanlagen. Beschlossen wurde die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 180 kWp auf den Dächern der Kläranlage. Neben der Wirtschaftlichkeit leistet das Projekt auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und unterstützt die Umsetzung einer EU‑Richtlinie, die vorsieht, dass Kläranlagen bis 2045 energieautark arbeiten sollen Für die Errichtung wurden 142.000 Euro beschlossen.

Wildbachbegehungen, Baumkontrollen und Gehölzpflege. Der Stadtrat beschloss Maßnahmen zur Sicherheit im öffentlichen Raum und entlang der Gewässer. Dazu zählen die jährlichen Wildbachbegehungen im Frühjahr zur frühzeitigen Erkennung von Gefahrenstellen sowie Baumkontrollen auf Basis des städtischen Baumkatasters. Ergänzend wurde die Gehölzpflege entlang des öffentlichen Wasserguts im Bereich der Leobnerstraße im Rahmen des Bauprogramms Mur 2026 beauftragt. Insgesamt werden für diese Arbeiten rund 45.000 Euro aufgewendet.

Weiterer Ausbau des digitalen Leitungskatasters. Die Stadt Bruck betreibt ein über Jahrzehnte gewachsenes Kanalnetz, dessen Ausbau abgeschlossen ist. Um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden nutzt die Stadt einen digitalen Leitungskataster zur effizienten Betriebsführung und bedarfsgerechten Wartung. Der Stadtrat beschloss die Vergabe der Erstellung des digitalen Leitungskatasters für einen weiteren Bauabschnitt (Innere Stadt und Paulahof). 

Sportsubventionen. Für den Handballclub BT Füchse und den SC Bruck wurden Subventionen in der Höhe von rund 13.000 Euro beschlossen.