Sie stecken in kabellosen Kopfhörern, elektrischen Zahnbürsten, Powerbanks, Kinderspielzeug, elektronischen Grußkarten und E-Zigaretten: Batterien und Lithium-Akkus sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bei vielen kleineren Geräten ist jedoch nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass eine Batterie oder ein Akku eingebaut ist.
Werden solche Gegenstände nicht mehr gebraucht, beginnt das Problem häufig mit einem scheinbar kleinen Fehlwurf. Batterien, Akkus und Geräte mit eingebauten Akkus dürfen niemals im Restmüll oder in Behältern für Papier, Kunststoff (etwa im Gelben Sack) oder Textilien landen. Dort können sie zur Brandgefahr werden.
Wenn ein Akku im Müllfahrzeug beschädigt wird
In Müllfahrzeugen und Entsorgungsanlagen sind Abfälle hohem mechanischem Druck ausgesetzt. Wird ein Lithium-Akku zerdrückt oder auf andere Weise beschädigt, kann es zum sogenannten „thermischen Durchgehen“ kommen. Dabei steigt die Temperatur im Inneren des Akkus unkontrolliert an, bis er sich entzündet. Umgeben von Papier, Kunststoff und anderen brennbaren Materialien kann sich daraus rasch ein größerer Brand entwickeln.
Dass dieses Risiko nicht nur theoretisch besteht, zeigen Zahlen aus der österreichischen Abfallwirtschaft. Laut dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe wurden im Jahr 2025 insgesamt 36 größere Brandereignisse in heimischen Entsorgungs- und Recyclingbetrieben verzeichnet. In mehreren Fällen wurden falsch entsorgte Lithium-Batterien und -Akkus als mögliche Brandursache vermutet.
Solche Brände gefährden Mitarbeiter, Einsatzkräfte, Fahrzeuge und Anlagen. Sie können zudem die regionale Entsorgungsinfrastruktur beeinträchtigen. Die Batterie oder der Akku selbst ist dabei nicht das Problem: Richtig verwendet und fachgerecht zurückgegeben, sind die kleinen Energiespeicher sichere und wertvolle Alltagshelfer. Das Risiko entsteht durch die falsche Entsorgung.
Die richtige Rückgabe ist einfach
Gebrauchte Haushaltsbatterien und kleinere Akkus können kostenlos bei der Sammelstelle der Gemeinde oder überall dort zurückgegeben werden, wo Batterien verkauft werden. Beschädigte, aufgeblähte oder größere Lithium-Akkus gehören jedenfalls zur Sammelstelle der Gemeinde.
Auch Gegenstände mit einem fest eingebauten oder versteckten Akku sollten als Ganzes zur kommunalen Sammelstelle (Altstoffsammelzentrum) gebracht und dort dem Fachpersonal übergeben werden. Das gilt beispielsweise für E-Zigaretten, elektronische Grußkarten, kabellose Kopfhörer oder Spielzeug mit Licht- und Soundeffekten. Fest eingebaute Akkus sollten nicht gewaltsam entfernt werden.
Die richtige Sammlung trägt nicht nur zur Brandvermeidung bei. Sie ermöglicht auch, dass Batterien und Akkus fachgerecht behandelt und enthaltene Wertstoffe wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden.
Regionale Aktionswoche von 12. bis 17. Oktober
Die österreichweite Informationskampagne „Her mit Leer“ wurde auf Initiative der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle, des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie zahlreicher Partner umgesetzt. Ihre zentrale Botschaft lautet: Batterien und Akkus niemals in den Müll. Brandgefahr.
Begleitet wird die Aktionswoche vom 12. bis 17. Oktober von einem österreichweiten Gewinnspiel an teilnehmenden Sammelstellen der Gemeinden. Die kostenlose Teilnahme erfolgt direkt vor Ort: Alte Batterien oder Akkus zur Sammelstelle bringen, den Aktions-QR-Code scannen und an der Verlosung von Einkaufsgutscheinen im Gesamtwert von 6.500 Euro teilnehmen. Die vollständigen Teilnahmebedingungen und weitere Informationen werden auf hermitleer.at veröffentlicht.
Die Aktionswoche bietet damit eine gute Gelegenheit, Schubladen, Kästen und Abstellräume nach ausgedienten Batterien, Akkus und Geräten mit eingebautem Akku zu durchsuchen und diese zur richtigen Rückgabestelle zu bringen. Unter dem Motto „Sei kein Zündler!“ erinnert „Her mit Leer“ daran, dass jeder richtig zurückgebrachte Akku dazu beiträgt, Brandrisiken zu reduzieren und die regionale Entsorgungsinfrastruktur zu schützen.
Auch Bruck an der Mur beteiligt sich an der Aktionswoche gegen Batteriebrände. Alte Batterien, Akkus und Geräte mit fest eingebautem Akku können im Altstoffsammelzentrum, Murinsel 7, abgegeben werden. Während der Aktionswoche steht dort auch der Aktions-QR-Code für das österreichweite Gewinnspiel zur Verfügung.
Öffnungszeiten:
Mittwoch von 7.00 bis 16.45 Uhr
Donnerstag von 7.00 bis 16.45 Uhr
Und jeden 4ten Freitag Nachmittag von 13.00 - 18.00 Uhr
(Wird Jährlich am Abfuhrplan der Stadtgemeinde Bruck an der Mur angeführt)
Weitere Informationen: hermitleer.at