Das politische Klima in Bruck ist seit Übernahme durch die neue Stadtregierung vom Willen zur nachhaltigen Verbesserung geprägt. In vielen zentralen städtischen Herausforderungen kommt spürbar Bewegung, wie die Stadtverantwortlichen Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger und Vizebürgermeister Raphael Pensl betonen.
Finanzen. Es gehe nicht um schnelle Schlagzeilen, sondern um das konsequente Abarbeiten jener Aufgaben, die sich über Jahre aufgebaut haben. Besonders deutlich wurde das im Bereich der städtischen Finanzen, wo ein stabiler Kurs eingeschlagen wurde. „Wir haben die finanzielle Lage offengelegt, strukturiert gehandelt und notwendige Entscheidungen getroffen. Dieser Kurs zeigt Wirkung“, erklärte Pensl.
Durch Einsparungen im politischen System, eine engmaschige Überwachung des Budgetvollzugs und notwendige strukturelle Entscheidungen konnte die finanzielle Lage stabilisiert werden. „Dieser Kurs zeigt Wirkung – der Rechnungsabschluss 2025 ist stabil, der Voranschlag 2026 solide“, erklärte Pensl weiter.
Bildung. Ein Thema, das die Stadt seit Jahrzehnten bewegt, ist die Sanierung der Mittelschule. Nach der kurzfristigen Sperre zu Beginn der Amtszeit wurde klar, wie dringend hier gehandelt werden musste. Die Stadt hat gemeinsam mit dem Land Steiermark einen Weg gefunden, der nun erstmals Perspektiven eröffnet.
„Wir lösen mit dem Land Steiermark, das unsere Stadt hier tatkräftig unterstützt, ein Problem, das über Generationen verschoben wurde“, betonte Kaltenegger. Der Zeitplan sieht vor, dass in den kommenden Monaten alle Vorarbeiten und Planungen abgeschlossen werden, der Baustart ist mit 2028 vorgesehen.
Wohnen. Auch bei den Gemeindewohnungen, die seit rund zehn Jahren als eines der größten strukturellen Probleme der Stadt gelten, wurden Entscheidungen getroffen, die lange als zu schwierig oder zu sensibel galten. Mit einem breiten Grundsatzbeschluss wurde der Weg für eine Sanierungsoffensive und eine nachhaltige Neuaufstellung geebnet.
Zusammenarbeit. Ein weiterer Bereich, der über Jahre von Spannungen geprägt war, ist das politische Klima. Regelmäßige Abstimmungen, transparente Kommunikation und die Einbindung aller Fraktionen haben zu einem konstruktiveren Umgang geführt. „Wir reden miteinander, wir arbeiten miteinander, wir entscheiden miteinander – das ist die Basis für Fortschritt. Und dieser neue Umgangston ist nicht nur in den Gemeinderatssitzungen, die jetzt wieder live übertragen werden sichtbar, sondern auch in den Entscheidungen, die sowohl beim Rechnungsabschluss als auch bei den Wohnungen auf breiter Basis getroffen wurden, sichtbar“, so die Bürgermeisterin.
Gesundheit. Im Bereich Gesundheit wurden zwei wichtige Projekte vorgestellt, die lange in Diskussion waren: Die Primärversorgungseinheit am Standort des ehemaligen LKH steht kurz vor der Eröffnung und ein neues Zahnambulatorium wird beim Neubau der beiden Wohntürme in der Bahnhofstraße entstehen. Auch ein neuer intensiverer Austausch mit dem LKH Bruck, an dem rund 900 Mitarbeiter arbeiten, wurde in den vergangenen Monaten etabliert. Die Bürgermeisterin betonte, dass das LKH Bruck – neben Graz – einer der wichtigsten medizinischen Standorte der Steiermark ist, insbesondere in den Bereichen Herz‑, Lungen‑ und Kreislaufmedizin, Neurologie, Notfallversorgung und komplexe internistische Krankheitsbilder.
Mit der Übersiedlung der Pneumologie wurde ein Herz‑Lungen‑Zentrum geschaffen, das im ländlichen Raum der Steiermark einzigartig ist und mit dem Neubau der Psychiatrie steht ein weiteres Großprojekt vor der Fertigstellung, das langfristig die Versorgungssicherheit stärkt und den Standort Bruck weiter aufwertet. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, nicht gegen Reformen zu arbeiten, sondern gemeinsam mit den Verantwortlichen Lösungen zu entwickeln“, erklärte Pensl.
Wirtschaft. Abschließend wurde auch ein Projekt umgesetzt; auf das die Wirtschaft lange warten musste: Die neu geschaffene Funktion der Wirtschaftskoordinatorin sorgt für bessere Abläufe, engere Zusammenarbeit mit Betrieben und schnellere Lösungen. „Aber unsere Betriebe glauben an Bruck – und sie investieren. Diese Dynamik ist ein wichtiges Signal, aber wir wissen auch, dass die wirtschaftliche Lage insgesamt anspruchsvoll bleibt“, sagte Kaltenegger.