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Aktuelles aus dem Juli-Stadtrat

Mit einer Reihe von Beschlüssen stellt der Stadtrat die Weichen für die nächsten Wochen. Von der Dachsanierung der Musikschule über die Umsetzung der Verkehrslösung am Bildungszentrum Berndorf bis zur Erneuerung von Wasserleitungen bringt die Stadt mehrere lang vorbereitete Vorhaben in die Umsetzung.

Der Stadtrat hat die Dachsanierung der Musikschule beschlossen. Damit soll die langfristige Nutzung des Gebäudes gesichert und weitere Schäden an der Bausubstanz verhindert werden. Das 1874 errichtete Gebäude hat eine wechselvolle Geschichte: Ursprünglich befanden sich hier die Kapelle St. Bartholomäus und ein Lazarett. Später wurde das Haus kurzfristig als evangelische Kirche genutzt, bevor es von der Kreuzschwestern übernommen wurde. Im Jahr 2000 ging das Gebäude in das Eigentum der Stadt Bruck über und wurde zu einer modernen Musikschule umgebaut.

Das Dach ist mittlerweile stark veraltet, zudem kommt es an mehreren Stellen bereits zu Wassereintritten. In den kommenden Wochen wird daher die bestehende Dachhaut abgetragen und durch eine neue Eternitdeckung ersetzt. Die Kosten für die Dachsanierung inklusive der baubegleitenden Leistungen betragen rund 840.000 Euro. Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten, starten Anfang September und sollen noch heuer abgeschlossen werden.

Bildungszentrum Berndorf. Für den Innenhof von Schule und Kindergarten Berndorf wird eine neue Verkehrs- und Aufenthaltslösung umgesetzt, um die Situation für Kinder, Eltern und Betreuungspersonal deutlich sicherer und geordneter zu gestalten. 

In den vergangenen Monaten wurden dafür die planerischen und behördlichen Grundlagen geschaffen. Der Brunnen im Innenhof wurde bereits entfernt, die neu geordneten Park- und Bewegungsflächen mit einer Kiss-&-Go-Zone sowie 29 PKW-Stellplätzen wurden vom Kuratorium für Verkehrssicherheit ausgearbeitet und mit den pädagogischen Leitungen und Elternvertretungen abgestimmt. Die bauliche Umsetzung soll in den Sommerferien erfolgen, um den laufenden Betrieb nicht zu beeinträchtigen. Für das Projekt wurden vom Stadtrat rund 120.000 Euro beschlossen, ein wesentlicher Teil davon wird durch Bedarfszuweisungsmittel des Landes Steiermark gefördert. 

Wasserversorgung. Im Zuge des Ausbaus der Alpenglasfaser GmbH nutzt die Stadt die anstehenden Bauarbeiten, um mehrere veraltete Wasserleitungen gleich mitzuerneuern. Betroffen sind die Leitungen in der Max-Mell-Straße, der Lehmgasse und der Bergbaustraße, die mit einem Alter von 51 bis 64 Jahren ohnehin in den kommenden Jahren laut Reinvestitionsplan zum Austausch vorgesehen gewesen wären.

Durch die Bündelung mit der Glasfaserverlegung und den damit verbundenen Straßenarbeiten können wirtschaftliche und bauliche Synergien genutzt werden. Mit der gebündelten Verlegung, deren Kosten sich auf rund 250.000 Euro belaufen, werden zusätzliche Grabungen vermieden, Bauzeiten verkürzt und Belastungen für Anrainer und Verkehr reduziert. 

Kläranlage. Nach einem technischen Schaden am Blockheizkraftwerk der Kläranlage fiel nicht nur die Stromerzeugung aus dem im Faulturm produzierten Faulgas weg, sondern auch die Nutzung der Abwärme, die für die Beheizung des Faulturms und damit für die weitere Gasproduktion wesentlich ist. Der Stadtrat beschloss die Reparatur des Schadens in der Höhe von 12.500 Euro

Freibad Murinsel. Für den Sprungturm im Freibad Murinsel wird eine Bestandsaufnahme mit statischer Nachberechnung beauftragt, um eine wirtschaftlich und technisch tragfähige Zukunftslösung zu prüfen. Die Anlage ist seit zwei Jahren aufgrund statischer Probleme abgestützt und derzeit nur noch für das Jahr 2026 freigegeben. Statt eines sofortigen Komplettabbruchs samt Stiegenaufgängen, für den bereits Kosten von rund 500.000 Euro im Raum stehen, setzt die Stadt zunächst auf eine fachliche Prüfung des Bestands. Ziel ist es, eine günstigere Variante mit Erhalt der Anlage und Betonsanierung zu bewerten.

Kinderparlament. Das Kinderparlament wird auch im Schuljahr 2026/27 fortgeführt. Seit 2014 bietet dieses Format Kindern zwischen acht und 13 Jahren die Möglichkeit, ihre Stadt kennenzulernen, politische und administrative Abläufe besser zu verstehen und eigene Ideen aktiv einzubringen. 

In insgesamt acht Treffen sowie beim jährlichen steirischen Kindergipfel liefert das Kinderparlament wertvolle Impulse für Verwaltung und Politik, weil Anliegen, Bedürfnisse und Ideen junger Menschen frühzeitig sichtbar werden und in Entwicklungen einfließen können.

Baumpflege. Auf Grundlage der Baumkontrollen 2026 werden im Stadtgebiet 35 Pflegemaßnahmen umgesetzt, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Handlungsbedarf wurde unter anderem am Erwin-Linhart-Weg, in der Bahnhofallee, im Stadtpark sowie der Mittelschule festgestellt. Für die Arbeiten, die Baumkletterer und Spezialgerät erfordern, wurden rund 9.000 Euro beschlossen. 

Soziale Unterstützung. Die Stadt übernimmt die Stromkosten für die Team Österreich Tafel am Minoritenplatz für das vergangene Jahr in der Höhe von rund 2.300 Euro. Die Tafel des Roten Kreuzes leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Menschen in schwierigen Lebenslagen. Unter dem Grundsatz „Sammeln statt vergammeln, verwenden statt verschwenden“ werden Lebensmittel von ehrenamtlichen Helfern bei unterstützenden Unternehmen gesammelt und an unterstützungsbedürftige Menschen weitergegeben. Mit der Übernahme der Energiekosten sichert die Stadt den laufenden Betrieb der Einrichtung ab.

Verwaltungswissen. Zur Aus- und Weiterbildung von Gemeindemitarbeitern und Mandataren bietet die Stadt ab sofort ein modulares Schulungspaket zu den rechtlichen und organisatorischen Grundlagen der Gemeindeverwaltung an.

Ziel ist es, komplexe Inhalte des Kommunalrechts verständlich, praxisnah und alltagstauglich aufzubereiten und damit den Zugang zu zentralen Themen der Gemeindearbeit deutlich zu erleichtern. Die Grundlizenz umfasst fünf Module zur Steiermärkischen Gemeindeordnung und beinhaltet Leitfäden, Präsentationen, Podcasts, Schulungsvideos sowie ergänzende Infografiken.