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Aktuelles aus dem Brucker Gemeinderat im Dezember

In der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres wurden der Voranschlag für das Haushaltsjahr 2026 und der mittelfristige Finanzplan bis 2030 beschlossen. Die Stadt setzt auf Konsolidierung und gezielte Investitionen – rund 60 Millionen Euro werden bewegt, sechs Millionen davon für wichtige Projekte wie die Sanierung der Mittelschule, Maßnahmen im Kulturhaus und Freibad, Straßenbau, öffentliche Beleuchtung sowie ein neues Feuerwehrfahrzeug.

Der Gemeinderat hat das Budget für die Betreuung des Jugendzentrums in der Herzog-Ernst-Gasse für das Jahr 2026 beschlossen.

Ebenfalls beschlossen wurde eine Sponsoringvereinbarung der innocube GmbH - aus dem letzten Sponsoring entstand unter anderem die Beschattung am Brucker Hauptplatz-Spielplatz.

Finanzstadtrat Helmut Sommer erklärte, dass der Haushalt angesichts angespannter Stadtfinanzen weiterhin auf einen konsequenten Konsolidierungskurs setzt, um Liquidität, Zahlungsfähigkeit und Investitionsspielräume zu erarbeiten und langfristig zu sichern. 

Schwerpunkte sind die Reduktion der Ausgaben, der gezielte Einsatz von Rücklagen und eine ständige Evaluierung aller städtischen Aufgaben. „Grundlage unserer gemeinsamen Bemühungen sind strikte Ausgabenbegrenzungen, maßvolle Anpassungen bei Erträgen und laufende Konsolidierungsmaßnahmen mit dem Ziel, die nachhaltige Zahlungs- und Handlungsfähigkeit der Stadt Bruck zu sichern“, so Sommer, der im Zuge der Gemeinderatssitzung auch auf die dringend erforderliche Lösung bei den schwer defizitären Gemeinde-Wohnungen hingewiesen hat.

Im Jahr 2026 bewegt die Stadt Bruck rund 60 Millionen Euro, für wichtigste Investitionen sind insgesamt rund sechs Millionen Euro vorgesehen, finanziert durch Bedarfszuweisungen, Rücklagen, Förderungen und Darlehensaufnahmen. Wesentliche Vorhaben betreffen den Start der Planungen für die Sanierung der Mittelschule, die Dachsanierung bei der Musikschule, Maßnahmen im Kulturhaus und Freibad, den Straßenbau und die öffentliche Beleuchtung, den Ankauf eines Feuerwehrfahrzeuges sowie Investitionen in Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallwirtschaft.

Novellierung der Wohnungsvergaberichtlinie. Der Gemeinderat beschloss einstimmig eine Anpassung der Wohnungsvergaberichtlinien der Stadt Bruck an der Mur. Künftig ist beim Wohnungsansuchen und vor der Wohnungsvergabe ein aktueller Nachweis eines regelmäßigen Einkommens verpflichtend vorzulegen. Zudem wird bei einer erstmaligen Wohnungsvergabe der Mietvertrag auf drei Jahre befristet, diese Befristung kann bei Vorlage einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des Vorvermieters im Einzelfall entfallen. 

Grundstücksverkauf. Der Gemeinderat hat den Verkauf der Liegenschaft Grazer Straße 11 – der Standort des Innoparks - beschlossen. Ergänzend dazu wurde eine Sponsoringvereinbarung der innocube GmbH für das Jahr 2026 genehmigt. Das Sponsoring in Höhe von bis zu 30.000 Euro wird für Maßnahmen im Bereich Kinder-, Jugend- und Freizeiteinrichtungen oder zur Ortsbildgestaltung verwendet. Aus dem letzten Sponsoring entstanden die Beschattung am Brucker Hauptplatz-Spielplatz und die Sitzgelegenheiten in der Mittergasse.

Jugendzentrum. Der Gemeinderat hat das Budget für die Betreuung des Jugendzentrums in der Herzog-Ernst-Gasse für das Jahr 2026 beschlossen. Die Stadt Bruck übernimmt dafür Kosten von 95.600 Euro, das Land Steiermark kofinanziert mit 48.750 Euro. Das Zentrum bietet den Jugendlichen konsumfreie Räume, Freizeitangebote und professionelle Beratung.

Antrag auf Einführung eines Jugendgemeinderates abgelehnt. Der Gemeinderat lehnte mehrheitlich den Dringlichkeitsantrag der Fraktion KPÖ zur Einführung eines Jugendgemeinderates ab. Die Stadt betont das große Engagement für Jugendbeteiligung, verweist aber auf bislang negative Erfahrungen mit dieser formellen Struktur sowie die damit verbundenen Kosten. Stattdessen werden innovative Beteiligungsformate über das Erasmus+-Projekt „J.E.P. – Jugend entwickelt Politik“ und weitere Initiativen wie das Kinderparlament weiterverfolgt.

InterFOLK 2025. Der Gemeinderat beschloss die Gewährung einer Sondersubvention für das Volkskulturprojekt InterFOLK 2025. Die Subvention wird vollständig aus Bedarfszuweisungen des Landes Steiermark finanziert.

Kinderbetreuung. Der Gemeinderat hat den Dringlichkeitsantrag der Fraktion GRÜNEN, die schulische Betreuung von Volksschulkindern an allen schulfreien Tagen auszuweiten, mehrheitlich abgelehnt. Die bestehende Ferien- und Nachmittagsbetreuung wird derzeit als ausreichend bewertet, Wartelisten oder Ablehnungen gibt es nicht. Angesichts der aktuellen Budgetsituation wird vorerst auf eine Erweiterung des Angebots verzichtet.