Impfquote steigern und Zusammenhalt stärken

Die Stadt Bruck an der Mur will die bereits hohe Impfquote von 70,6 Prozent weiter steigern. Ziel einer neuen Informationskampagne ist es, die Gesellschaft zusammenzuhalten und nicht zu spalten. Bürgermeister Peter Koch fordert zudem eine Allianz des Respekts zwischen Geimpften und Ungeimpften.

Mit einer Impfquote von 70,6 Prozent liegt Bruck an der Mur im Steiermarkschnitt sehr gut. Gerade jetzt, wo durch die aktuellen Corona-Maßnahmen der Regierung eine verstärkte Spaltung der Gesellschaft spürbar werde, gelte es aber, den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken.

Aus diesem Grund startet die Stadt Bruck eine Informations- und Aufklärungskampagne mit dem Ziel, noch mehr Menschen zur Corona-Impfung zu bewegen. Mit einem Schreiben an alle Brucker Haushalte oder Videos mit Testimonials aus allen Bereichen der Gesellschaft soll auf die Bedeutung der Impfung zur Beendigung der Pandemie hingewiesen werden.

„Wir wissen, dass die Impfung der Schlüssel für die Rückkehr zu einem normalen Leben ist. Daher müssen wir gemeinsam die Kräfte bündeln, um die Schließung von Schulen, Pflegeheimen und dem Handel zu verhindern“, sagt Bürgermeister Peter Koch und verweist auf die angespannte Situation in den Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.

Gleichzeitig fordert Koch eine Allianz des Respekts zwischen Geimpften und Ungeimpften. „Wir brauchen wieder mehr Rücksicht und Respekt für einander“, so Koch, der auch auf die vielen Ungeimpften verweist, die sich regelmäßig testen lassen und sehr wohl rücksichtsvoll mit der Situation umgehen. „Wir müssen noch mehr aufklären und informieren. Andererseits dürfen wir auch auf das Testen nicht vergessen. Die Struktur für das Testangebot muss wieder ausgebaut und nicht rückgebaut werden“, meint Koch.

Hohe Impfquote in der Stadtverwaltung

Stadtamtsdirektor Markus Hödl verweist auf die hohe Kompetenz der Stadtverwaltung seit Ausbruch der Corona-Pandemie: „Wir haben durch transparente Information und Aufklärung eine Impfquote von 91 Prozent unter unseren 229 Mitarbeitern erreicht, im Rathaus sind es sogar 96 Prozent. Auch ist es uns gelungen, zu jeder Zeit sämtliche Dienstleistungen aufrecht zu erhalten und die Stadt sozusagen am Laufen zu halten“, so Hödl.

Gerade jetzt, wo die Corona-Fallzahlen stark steigen, braucht es wieder Umsicht, gegenseitige Rücksichtnahme und Sicherheitsvorkehrungen. So wird im Rathaus wieder eine Sicherheitsschleuse eingerichtet, die persönlichen Kontakte sollen reduziert und Bürgeranfragen vermehrt telefonisch oder elektronisch beantwortet werden. Die eingerichtete Gemeinde-Hotline läuft aufgrund vieler Anfragen zu den aktuellen Corona-Maßnahmen heiß. „Wir wollen den Bürgern Orientierung geben, wichtig ist, Ansprechpartner vor Ort zu sein“, so Hödl.

„Auszeit“ bis 6. Dezember

Was die Veranstaltungen betrifft, setzt die Stadt bei Eigenveranstaltungen im Indoor-Bereich auf eine dreiwöchige Atempause. „Wir wollen jenen Leuten, die noch überlegen, ob sie sich impfen lassen, Zeit geben und sie über die Wichtigkeit der Impfung aufklären. Wir warten auf die Ungeimpften, ehe wir wieder Eigenveranstaltungen im Innenbereich durchführen“, meint Hödl. Online-Sprechtage mit Ärzten sollen zur Aufklärung beitragen, eine Veranstaltung zum Thema Blackout findet ebenfalls online statt.

Die Waldweihnacht auf dem Hauptplatz wird nach aktuell gültigen Corona-Regeln plangemäß stattfinden. Hier gilt 2G. Gleiches gilt für den Adventmarkt auf dem Schlossberg, der in der kommenden Woche von Donnerstag bis Sonntag stattfindet. Im Eisstadion werden unter Einhaltung der Corona-Regeln mit reduzierter Teilnehmerzahl ebenfalls Veranstaltungen durchgeführt.

Bruck geht impfen weil #impfenwirkt! (Informations-PDF)