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Viola wird an der MS Bruck an der
Mur von Mag. Heidemarie Berliz
unterrichtet. Ohne Zusatz genannt ist dies die Bezeichnung für
das Altinstrument der Violinfamilie, die Bratsche (französisch
alto), mit vier in Quinten gestimmten Saiten auf c-g-d1-a1. Die
Viola ist zwei bis sieben Zentimeter länger als die Geige,
eine Quinte tiefer gestimmt und variiert in der Größe
mehr als Geige und Cello. Die meisten Violen haben in den unteren
Tonlagen einen samtartigen, weichen Klang, in den mittleren und
oberen einen vollen Klang.Die frühesten erhaltenen Exemplare
sind zwei relativ große Violen des italienischen Geigenbauers
Gasparo da Salò aus dem 16.Jahrhundert. In einer größeren
Partitur ist die Viola zum ersten Mal in der Oper Orfeo (1607)
von Claudio Monteverdi verzeichnet. Als Soloinstrument nahm sie
im 17. und in der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts jedoch
eine untergeordnete Rolle ein. Die Geschichte der Viola als Soloinstrument
beginnt um 1740 mit Georg Philipp Telemann. Danach hatte die
Viola ihre große Blütezeit. Zwischen 1740 und 1840
entstanden circa 140Violakonzerte. Konzertierend wird die Viola
auch in Mozarts Sinfonia concertante Es-dur KV364 verwendet.
In der Frühklassik emanzipierte sich die Viola daneben auch
in der Kammermusik. Im 19. und 20.Jahrhundert hat das Interesse
an der Viola als Soloinstrument wieder etwas abgenommen. Die
Symphonie für Viola und Orchester Harold en Italie (1834)
von Hector Berlioz gilt als das wichtigste Solowerk im 19.Jahrhundert.
Im 20.Jahrhundert schrieben u.a. Hindemith, Milhaud, Bartók
und Schostakowitsch bedeutende Konzertmusik mit Viola. Der wichtigste
Teil des Violarepertoires im 19. und 20.Jahrhundert ist freilich
trotzdem die Kammermusik, vor allem das Streichquartett. Die
Noten für die Viola werden im Altschlüssel (Bratschenschlüssel)
notiert. Die Unterschiedliche Schlüsselwahl bei den Streichinstrumenten
ist auf die unterschiedliche Stimmung zurückzuführen. |