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Trompeten aus großen Schneckenhäusern
findet man in zahlreichen Kulturen als rituelle Instrumente.
Trompeten aus Silber und Bronze mit langen, geraden Rohren, konischer
Bohrung und ausladender Stürze (Schalltrichter) gab es bereits
in altägyptischer Zeit. Diese ähneln Instrumenten wie
der hebräischen Hasosra, der römischen Tuba und der
griechischen Salpinx. Im mittelalterlichen Europa wurde die lange,
gestreckte Busine durch ein kürzeres Modell ersetzt (ca.
1300). Etwa um 1400 erhielt das Instrument eine S-förmige
Krümmung und um 1500 eine Windung. Diese Form war bis 1800
die übliche Form der Trompete, die in Orchestern benutzt
wurde. Ihre enge, zylindrische Bohrung erzeugte einen strahlenden
Klang, ihre Töne waren jedoch auf die Naturtöne des
Grundtones beschränkt (siehe Harmonik). Um 1800 bemühten
sich die Instrumentenbauer um eine Konstruktion, mit der man
eine volle chromatische Tonleiter spielen konnte. Eine der Erfindungen
war ein Klappenmechanismus zum Öffnen und Schließen
von Löchern in der Seitenwandung des Rohres. Um 1820 erhielt
die Trompete Ventile. Durch Öffnen eines Ventils erhält
man zusätzliche Rohrlänge, was die grundlegende Tonhöhe
des Instruments senkt und eine andere Obertonreihe ergibt. Die
moderne Trompete hat drei Ventile und eine teils zylindrische,
teils konische Bohrung. Die Bauweise ist heute sowohl mit Drehventilen
als auch mit Perinetventilen (Jazztrompete) üblich. Weitere Informationen über die Trompete findet man im
Lexikon der Uni-Protokolle (de)
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