Der Kampf des Menschen gegen das Feuer ist Jahrtausende alt.

Auch in der Stadt Bruck an der Mur ereigneten sich im Laufe der Zeit immer wieder große Brände,
die menschliches Leid und materiellen Schaden anrichteten.

Wie man aus geschichtlichen Aufzeichnungen, die oft nicht vollständig sind und teilweise durch Feuer vernichtet wurden, entnehmen kann,
gab es in den Jahren 1382, 1461, 1510, 1535, 1626,1683, 1706, 1729, 1763, 1781, 1792 und 1803
ungewöhnlich große Feuersbrünste

   

Einige Beispiele dieser Großbrände:

1461 legte eine Feuersbrunst einen Großteil der Stadt in Schutt und Asche

1510 zerstörte ein Großfeuer 52 Häuser

1683 brannten das Minoritenkloster, die Wehrgänge der Ringmauern,
        7 Stadttürme, das Hammerwerk an der Mürz und 102 Häuser nieder

1706 wurde neuerlich die halbe Stadt durch Feuer zerstört

1763 brannten erneut das Kloster und einige Häuser

1792 wütete das schrecklichste Feuer in der Geschichte der Stadt Bruck.
        Ein starker Wind verteilte die Flammen über die gesamte Stadt.
        Von 166 Häusern innerhalb der Stadtmauern wurden 164 ganz oder
        teilweise vernichtet.
        Der Pfarrhof und die Stadtpfarrkirche wurden zerstört und die
        Burg Landskron brannte völlig nieder. 




Die Holzbauweise, die Verwendung von Kienspan und Kerze sowie das offene Feuer auf dem Herd stellten oft die Ursache für das Ausbrechen eines Feuers dar. Die Löschmittel und Löschmethoden waren unzu- reichend. Geflochtene, mit Pech ausgeschmierte Löschkörbe, wurden in langen Menschenketten weitergereicht. Diese reichten von der Mur oder Mürz bis zur Brandstätte.

Lederschlauch und Löscheimer
18. Jahrhundert


Fast nach jedem Brand erließ der Magistrat der Stadt Bruck neue Verordnungen, die so genannten "Feyerordnungen" .In diesen Verordnungen wurden die Lagerung leicht brennbarer Stoffe (Heu, Stroh, Holz), die Vorsichtsmaßnahmen, das Verhalten bei Brand sowie bauliche Vorschriften festgelegt. Bei Nichteinhaltung dieser vorgeschrieben Regeln drohten hohe Strafen.

Im Jahr 1857 wurde die "Feuerlöschordnung für das Herzogtum Steiermark" erlassen. In der Folge verwies man immer wieder darauf, bessere Löschgeräte anzuschaffen und eine bestimmte Gruppe von Männern fachlich auszubilden und zu schulen.

Diese Entwicklung führte 1868 zur Gründung der Feuerwehr der Stadt Bruck an der Mur.

1868 Die Versammlung der Brucker Bürgerschaft beschloss am 06. Dezember 1868 die Gründung der Feuerwehr Bruck. Die Statuten wurden von der Versammlung angenommen und der Bürgermeister
Dr. Wilhelm Wannisch zum Obmann der allgemeinen Wehrversammlung ernannt.
Am 10. Mai 1869 genehmigte die steiermärkische Statthalterei die Statuten (Aktenvermerk Z 5623) .
Den Hauptanteil der ersten Feuerwehrmänner stellte der Turnverein


In die erste Wehrleitung wurden gewählt:

1. Hauptmann:  
Hauptmann-Stellvertreter:  
Kassier:  
Schriftführer:  
Zeugmeister:  

  Karl Watzka
  Josef Braunschmid
  Josef Barbolani
  Amadeus Andrieau
  Ludwig Knöbl


Die ersten Löschgeräte kamen aus dem Bestand der Stadt, die bis dahin an freiwillige Helfer ausgegeben wurden. Die feierliche Übergabe erfolgte am 30. Juli 1869.
Der Gemeinderat beschloss in der Sitzung am 2. August 1869, Löschgeräte beim Fabrikanten Metz in Heidelberg zu bestellen.
Im Hof des Rathauses erbaute man am 23. März 1870 einen Schlauchturm.

Der Feuerwehrkornmandant Ing. Karl Watzka wurde im Jahr 1870 zum Obmann des im gleichen Jahr entstandenen "Steirischen Feuerwehr-Gauverbandes" (Landesfeuerwehrverband) gewählt.
Der Sitz des Landesfeuerwehrverbandes war von 19. März 1870 bis 15. August 1871 Bruck und wurde dann nach Graz verlegt.







Der Volksdichter Carl Morre war einer der Gründungsmitglieder und aktiv bei der Entstehung der Feuerwehr beteiligt.

Er war Obmann des Komitees zur Beratung für die Vereinsstatuten und war bei deren Ausarbeitung maßgeblich beteiligt.

Der erste steirische Feuerwehr-Gauverbandstag fand in der Zeit vom 13 bis 15. August 1871 in Bruck statt. In diesem Jahr erhielt die Wehr auch eine Vereinsfahne. 1872 stellte die Gemeinde der Feuerwehr einen Raum im Rathaus zur Verfügung. Dieser diente nicht nur zur Aufbewahrung der Ausrüstung, sondern auch als Wachzimmer.

Auf Vorschlag von Karl Morre wurde am 31. März 1872 ein Ortsruf für die Wehr eingeführt.
Er bestand aus Hornsignalen der Wehrmänner
und Glockenschlägen vom Kirchturm.

Signalhorn und Hornistenhelm
um 1890


Weiters richtete man einen Sonn- und Feiertagsbereitschaftsdienst ein. Für erkrankte und verunglückte Wehrmänner konnte ein Unterstützungsfonds geschaffen werden. Ab 1874 ertönten statt den Glockenschlägen Böllerschüsse vom Schlossberg. Zusätzlich schwenkte der Wächter vom Schlossbergturm eine Fahne in Richtung des Brandortes und bei Nacht eine Laterne mit rotem Licht.

Anlässlich des Landes-Feuerwehrtages am 18. Juli 1874 spendete die Bezirksvertretung einen Mannschaftswagen.
Im Jahr 1876 trug man den alten Steigerturm ab und ein neuer wurde aufgebaut.

Der Hauptmann Ing. Watzka wurde am 08. März 1878 dienstlich nach Graz versetzt.
Josef Braunschmid trat die Nachfolge an.
 



Steigerübung der Freiwilligen Feuerwehr beim Hause Hauptplatz 21 im Jahre 1880



Die Freiwillige Feuerwehr Bruck 1888



Die 1882 geschaffene Hochquellwasserleitung und der damit verbundene Bau von Hydranten eröffnete der Feuerwehr ganz neue Möglichkeiten der Brandbekämpfung.





1886
trat Wehrhauptmann Josef Braunschmid zurück, Hermann Rathschüler rückte an seine Stelle.


In seiner Dienstzeit errichtete man das Depot im Rathaus, das 1890 erweitert wurde.


1894 erhielt die Feuerwehr anlässlich des 25jährigen Bestandsjubiläums eine Dampfspritze und eine moderne Schiebeleiter. 



Die neuangeschaffte Dampfspritze - 1894


Wehrhauptmann Hermann Rathschüler legte am 27. Jänner 1895 krankheitshalber sein Amt zurück und sein Stellvertreter Josef C. Knottinger übernahm seine Stelle. Er führte die Wehr drei Jahre und danach wurde er Bürgermeister. Am 13. Juni 1898 wählte man Josef Wilfinger zum Feuerwehrhauptmann, der von Alois Zechner bei der nächsten Hauptversammlung abgelöst wurde.

Am 17. Dezember 1898 um 06.00 Uhr, rief man die Feuerwehr zum Brand des Stadttheaters in der Wienerstraße (nunmehr Herzog Ernst-Gasse) . Es war leider schon zu spät - das Gebäude brannte völlig nieder.



Brand des Stadttheaters Bruck - 1898





Alois Krenkl wurde am 23. Februar 1902 zum Hauptmann und Josef Knotz zu seinem Stellvertreter gewählt.

Die Modernisierung der Feuerwehr schritt voran. Es konnten eine auf 15 Meter ausziehbare Schiebeleiter neuester Bauart und eine Alarmkanone, die auf dem Schlossberg zur Aufstellung gelangte, gekauft werden.


 



Alarmkanone

Am 03. März 1908 erfolgte die Gründung eines Löschzuges der "Feuerwehr-Filiale der Vorstadt St. Ruprecht", der aus 16 Mitgliedern bestand und sich der Brucker Feuerwehr anschloss.
Die Brucker Firmen schenkten der Wehr eine fast neue Druckspritze.

Durch die Ereignisse des Ersten Weltkrieges verlor die Feuerwehr einen großen Teil ihrer Mitglieder. Viele der Kameraden waren gefallen, verwundet oder in Gefangenschaft geraten. An der 50. Jahreshauptversammlung am 18. März 1918 nahmen nur mehr 20 Mitglieder teil. Die Stadtgemeinde kaufte anlässlich des 50jährigen Bestandes der Wehr ein Scheinwerferauto, Marke Gräf & Stift aus Demobilisierungsgütern. 


In den folgenden Jahren war die Anschaffung von neuen, wirkungsvollen Ausrüstungsgegenständen das Hauptziel. Bei der Hauptversammlung am 13. Februar 1928 wurde eine Neuorganisation (Zugsund Diensteinteilung) beschlossen. Die Stadtgemeinde baute in Übelstein einen Löschwasserbehälter. Ein Lastauto konnte zu einem Rüstfahrzeug umgebaut werden.

Am 05. und 06. Juli 1930 fand das 60jährige Bestandsjubiläum des Steiermärkischen Landesverbandes der Freiwilligen Feuerwehr und der Rettungsabteilung Bruck statt. Die Wehr erhielt zu diesem Anlass eine Motorspritze.

Im Jahr 1931 wurde die Alarmierung auf Glockensignale in den Wohnungen der Feuerwehrmänner umgestellt.




Bei der Jahreshauptversammlung am 20. Jänner 1932 legte Hauptmann Alois Krenkl nach 30jähriger, erfolgreicher Tätigkeit sein Amt zurück. 

Er wurde einstimmig zum Ehrenhauptmann ernannt.

Als Nachfolger wählte die Wehrversammlung Hans Malissa, zum Stellvertreter Anton Burger.

Die Steiermärkische Landesregierung ernannte die Brucker Feuerwehr am 27. Dezember 1932 zur Bezirkswehr.

 

 


Am 09. August 1933 erhielt die Wehr ein neues Rüstauto.


Ein Großbrand in der Papierfabrik im Jahr 1934 forderte den vollen Einsatz der Feuerwehrmänner.
Bei den schweren Unwettern im Jahr 1936 standen sie im Kampf gegen die Naturgewalten pausenlos im Einsatz.

Im Jahr 1937 trieb im Tragössertal ein Brandstifter sein Unwesen. Die Brucker Feuerwehr musste viermal helfend eingreifen.
Im Jahr 1938 erhielt die Wehr Bruck das Recht, das Stadtwappen zu führen.

Das Freiwillige Feuerwehrwesen war in Österreich bis 1938 vereinsmäßig aufgebaut. Durch den Anschluss an das Deutsche Reich mussten aufgrund der reichsdeutschen Gesetze die Feuerwehren neu organisiert werden. Sie wurden in die Feuerschutzpolizei eingegliedert und zu Hilfstruppen erklärt.

Dr. Otto Carstanjen übernahm die Wehrführung am 18. März 1938. Er legte sein Amt am 22. April 1939 wieder zurück, um sich nur mehr der Aufgabe des Chefarztes der Rettungsabteilung zu widmen. Sein Nachfolger wurde Franz Rom. Ebenfalls am 22. April dieses Jahres erhielt die Wehr einen neuen Steyr Geländewagen.
Am 30. November 1939 übergab die Feuerwehr ihr gesamtes Vermögen der Stadtgemeinde, die die weitere Gebarung übernahm.


Nach Beginn des Krieges mussten sich die Feuerwehrmänner aufgrund behördlicher Anordnung einer Luftschutzausbildung unterziehen. In den folgenden Jahren wurde die Anzahl der einsatzfähigen Feuerwehrmänner wegen der häufigen Einberufungen zum Wehrdienst immer kleiner.

Trotzdem gelang es den verbliebenen Kameraden mit oft übermenschlichem Einsatz, den Brandschutz zu gewährleisten.

Während der Fliegeralarme in der Zeit von 1943 bis Kriegsende standen sie oft tage- und nächtelang im Einsatz.




Austro Daimler-Geländefahrzeug, 1940, FF Bruck a. d. Mur

1945 beschlagnahmte die Besatzungsmacht die gesamte Ausrüstung bis auf einen alten, fahruntüchtigen Geländewagen. Hans A. RemeIe übernahm das Wehrkommando am 09. Mai 1945. Er und seine Männer standen vor einem leeren Feuerwehrdepot. Die Beschaffung neuer beziehungsweise gebrauchter Löschgeräte war sehr schwierig. Ein alter Lastkraftwagen konnte gegen ein Löschfahrzeug der Bundesbahn eingetauscht werden. Es gelang Kommandant RemeIe von den Engländern ein schweres Löschfahrzeug zu erhalten. Diese und auch die später erworbenen, gebrauchten Fahrzeuge, bauten die Feuerwehrmänner in ihrer Freizeit zu Feuerwehrfahrzeugen um. Zur Alarmierung mussten die Luftschutzsirenen eingesetzt werden, da die Einrichtungen zur stillen Alarmierung im Krieg zerstört worden waren.


1949 kaufte die Feuerwehr einen MACK-Kranwagen und 1950 einen Trinkwasserwagen. Beide Fahrzeuge waren umgebaute, englische Militärfahrzeuge.

Bei einem Großfeuer der Niklasdorfer Papierfabrik am 26. Juni 1950 standen 47 Feuerwehren, darunter die Brucker Wehr, mit insgesamt 850 Männern im Einsatz.

Bei der Jahreshauptversammlung am 12. September 1951 erfolgte die Wahl des Bezirkskommandanten Hans Merl zum Feuerwehrkommandanten der Brucker Feuerwehr.

Anstelle des am 28. März 1952 abgebrannten Steigerturmes wurde in eineinhalbjähriger Bauzeit ein neues Rüsthaus, mit 10 Garagen, einer Werkstätte, einem Schlauchwasch- und Trockenraum, einem 24 Meter hohen Schlauchturm, Büroräumen sowie einer Telefon- und Funkzentrale, gebaut. Bis auf geringe Zuschüsse übernahm die Kosten die Gemeinde.

   


Ein Ford-Kommando- und Mannschaftswagen konnte im Mai 1959 angeschafft werden.

1963 Hans Reithofer übernahm bei der am 20. April 1963 abgehaltenen Jahreshauptversammlung das Wehrkommando.

Eine Gruppe von Feuerwehrmännern der Feuerwehr Bruck und der Werksfeuerwehr Felten & Guilleaume errang im September 1963 bei den zweiten internationalen Feuerwehrwettkämpfen in Mühlhausen (Frankreich) eine Goldmedaille.

Im März 1964 erhielt die Wehr eine 21 Meter lange Anhängeleiter. In diesem Jahr entstand auch die Tauchergruppe. Löschmeister Walter Kremser begann mit Rettungsschwimm- und Tauchkursen, die einige Wehrmänner besuchten.


1966 kaufte die Stadtgemeinde einen Mercedes-Tankwagen TLF 2000 mit einem 2500 Liter Wassertank und einem 250 Liter SchaummittelkonzentratbehäIter .

Dieses neues Tanklöschfahrzeug erhielt nun die Stadtfeuerwehr von Bruck und Maschinenmeister Helmut Wenger stellte es Montag Bürgermeister Erwin Linhart und Amtsdirektor Ing. KüsseI vor. Der neue Tanklöschwagen wurde von der Stadtgemeinde Bruck zum Betrag von rund 550.000 Schilling angekauft. Der Tank fasst 2500 Liter Wasser und das Aggregat kann Niederdruck- und Hochdruckschaum erzeugen, aber auch gewöhnliches Wasser verspritzen.

Einem Hilferuf der Bevölkerung von Florenz nach dem Hochwasser des Arno folgend, standen in der Zeit vom 14. bis 19. November 1966 obersteirische Feuerwehrmänner mit ihren Fahrzeugen zur Notwasserversorgung im Einsatz. Tanklöschwagen der Brucker, Arndorfer, Mürzzuschlager und Zeltweger Feuerwehren lieferten insgesamt 481.000 Liter Trinkwasser von der ein Kilometer entfernten Aufbereitungsanlage zu den Zisternen des Florenzer Krankenhauses.


Im April 1967 wurde ein Tatra Kranwagen A V 8 gekauft .

Im Frühjahr 1968 wurde die Brucker Feuerwehr Ölalarm- und Chemiestützpunkt .

Im August 1968 absolvierte das erste, selbstgebaute Motorboot die erste Testfahrt erfolgreich. Im November 1968 wurde ein 25-kVStromgenerator gekauft .

 


Im Jahr 1970 feierte die Feuerwehr Ihren 102jährigen Bestand und bekam aus diesem Anlass ein Tanklöschfahrzeug TLF 1000 der Marke Opel.

Die Steiermärkische Landesregierung übergab 1972 der Stadtfeuerwehr ein Öl-Alarm-Fahrzeug.

Weiters erhielt die Feuerwehr einen modernen Kranwagen AD 160 Rapit.

1973 konnte das Innenbordmotorboot II Turbo-Jet" seiner Bestimmung übergeben werden.

Der langjährige Kommandant Hans Reithofer legte sein Amt 1974 zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Alfred Fierlinger gewählt, den man später auch zum Abschnittsbrandinspektor ernannte.


Seit 1974 besteht bei der Feuerwehr Bruck ein Sanitätstrupp. Er steht unter der Führung von Abschnittsfeuerwehrarzt Dr. Zsizsik. Unter seiner Leitung werden ständig Erste-Hilfe-Kurse abgehalten.

Die Stadtgemeinde übergab der Feuerwehr am 13. Jänner 1975 ein Löschfahrzeug der Marke Opel Blitz

Die Tauchtruppe beteiligte sich im Jahr 1975 mit dem TurboJet Boot an der Suche nach einem 8jährigen, ermordeten Kind in der Mur, im Abschnitt Graz bis Lebring.
Diese Tauchgruppe nimmt regelmäßig an Tauchlehrgängen teil. Im Hallenbad Kapfenberg werden Schwimm- und Rettungsschwimmkurse für die Feuerwehren im Bezirk Bruck abgehalten.

Ein Orkan richtete am 18. Juli 1975 schwere Schäden in Bruck an. Dächer wurden abgedeckt und Bäume entwurzelt. An den Aufräumungsarbeiten beteiligten sich alle Wehrmänner zwei Tage lang.


Vom 11. Bis 13. Mai 1976 standen fünf Männer mit dem Tanklöschfahrzeug zur Trinkwasserversorgung im Erdbebengebiet Gemona in Italien im Einsatz.

OBI Augustin Krammer wurde am 11. März 1977 anstelle von Heinrich Leban zum stellvertretenden Wehrkommandanten gewählt .

Im Jahr 1978 baute man zwei Fahrzeuge in der eigenen Werkstätte um. Ein von der Gemeinde nicht mehr verwendeter Unimog wurde mit dem Geld aus der Kameradschaftskasse renoviert und wird nun beim Bootstransport , bei Waldbränden, bei Ölalarm und bei Einsätzen mit dem Sprungretter verwendet. Ein altes Stromfahrzeug konnte zum Generator-Anhänger umgebaut werden. Die Feuerwehr erhielt auch einen Esser Sprungretter. Er hat eine Aufsprungfläche von 40 m2, erreicht eine Höhe von 2,5 Metern, ist in einer Minute aufgeblasen und erlaubt Sprünge aus einer Höhe von bis zu 50 Metern.

Die Stadtgemeinde übergab der Wehr im April 1979 ein schweres Rüstfahrzeug (SRF) im Wert von über 2.500.000,-Schilling. Es ist mit einem 50kV A-Generator, einem zusätzlichen Schaltschrank und einem bis zu 9 Meter ausfahrbaren Lichtmast mit 6000 Watt Halogenscheinwerfern ausgestattet. Weiters konnte eine Hurst-Rettungsschere " zum Retten eingeklemmter Personen und Geräte für die Tauchergruppe übergeben werden.


Der alte Kranwagen wurde 1981 verkauft, dafür erhielt die Stadtfeuerwehr am 08. Mai 1981 einen neuen Autokran, Type Liebherr - Mercedes, mit einem Eigengewicht von 42 Tonnen und einer Hubkraft von 45 Tonnen. Der dazugehörige Rettungskorb erreicht eine Höhe von 41 Meter und kann 9 Personen aufnehmen. Für dieses in der Steiermark einzigartige Gerät wurde von der Landesregierung ein Zuschuss gewährt . Der Landeshauptmann übergab das Kranfahrzeug persönlich.

1982 erhielt die Feuerwehr ein Mannschafts-Transport-Fahrzeug.

Bei den schweren Unwettern im Spätsommer 1982 standen 131 Feuerwehrmänner insgesamt 799 Stunden mit 18 Fahrzeugen im Einsatz. Sie wurden dafür 1983 von der Steiermärkischen Landesregierung mit einer Hochwassermedaille ausgezeichnet .


Eine Funkstation entstand durch Eigeninitiative der Feuerwehrmänner. Durch die Anschaffung von 25 Personenrufempfänger im Jahr 1983 konnte die Alarmierung durch Sirenen reduziert werden. Die Mannschaft der Feuerwehr Bruck wurde in einzelne Gruppen eingeteilt (zum Beispiel Taucher, Fahrer). Die stille Alarmierung wird durch Ankauf von Personenrufempfängern ständig erweitert .

Die Sirenen der Stadtfeuerwehr sind seit dem 03. März 1984 an die Funk-Bezirks-Alarmstelle "Florian" angeschlossen. Damit können sämtliche Feuerwehren des Bezirkes bei einem Großeinsatz alarmiert werden.

1984 wurde der Landesfeuerwehrtag zum 100. mal gefeiert.


Anlässlich dieses Jubiläums wurde der Rüsthauszubau in der Fraunedergasse übergeben, in dem die Boote und die gesamte Taucherausrüstung untergebracht sind. Von der Steiermärkischen Landesregierung erhielt die Wehr das erste Tauchfahrzeug als Jubiläumsgeschenk. Es beinhaltet die komplette Ausrüstung für sechs Taucher, einen 20-kVA Generator, einen Lichtmast, eine Warmwasserdusche, eine Kleinkücheneinrichtung, eine Tauchflaschenfüllstation und diverse Ausrüstungsgegenstände. Es stellt einen Wert von 1.000.000 Schilling dar.

 

Am 29. März 1985 wurde August Krammer zum neuen Kommandanten gewählt, da Alfred Fierlinger aus beruflichen Gründen zurücktreten musste.


Augustin Krammer
 

Anfang Dezember ging mit der Einführung der Dauerbereitschaft, das heißt, eine Besetzung rund um die Uhr, ein neuer Funkraum im Rüsthaus in Betrieb, der nach modernsten Gesichtspunkten ausgerüstet wurde. Angeschlossen an den Funkraum sind ein Schlafraum und ein Aufenthaltsraum mit Waschgelegenheit und Kochnische.

Aufgrund von Umstrukturierungen bei der Firma Austria Draht AG, war die Besetzung der Bezirksfeuerwehrfunkleitstelle "Florian" im Rüsthaus der Betriebsfeuerwehr nicht mehr gewährleistet. Dies führte zur Entscheidung, diese Funksirenenalarmstation im Rüsthaus Bruck zu installieren, welche im März 1986 in Betrieb ging. Mit dieser Station besteht die Möglichkeit, sämtliche Sirenen im Bezirk über Funksirenensteuerung auszulösen.

Mitte 1987 wurde das Alarmierungssystem weiter ausgebaut. Alle Anrufe unter der Notrufnummer 122 aus dem Bezirk Bruck laufen seitdem in der Florianstation auf und die jeweilige Ortsfeuerwehr wird dann über Funksirenensteuerung alarmiert, was einen schnellen Einsatz der erforderlichen Kräfte sichert .

Weiters konnte im Jahr 1987 der Ausbau einer Küche im Rüsthaus abgeschlossen werden. Wesentlich modernisiert wurden auch der Schlauch- und Maskenprüfraum sowie die Kanzlei und ein Magazin.

Seit 25 Jahren fand wieder der erste Feuerwehrball statt.

In diesem Jahr fand das Jubiläum 120 Jahre Feuerwehr Bruck statt . Anlässlich dieses Jubiläums wurden ein großes Zeltfest sowie der Bezirksverbandstag in Bruck abgehalten.


Am 17. August 1989 hatten schwere Unwetter im Gemeindegebiet Schäden in Millionenhöhe verursacht. In der Funkzentrale wurden über 100 Notrufe registriert.

Mit Jahresende trat HBM Helmut Wenger in den Ruhestand. Nach fünf Jahren als Angestellter des Landesfeuerwehrkommandos war er durch mehr als 35 Jahre maßgeblich, als hauptamtlicher Feuerwehrmann, für die Einsatzfähigkeit der technischen Geräte der Wehr, insbesondere aber für die Kranwageneinsätze, verantwortlich.

Als "neuer Feuerwehrmann" ist seit 05. März 1990 OBI Alfred Gwandner tätig.

Im Dezember 1990 konnte ein 3,5 Millionen Schilling teures Rüstlöschfahrzeug seiner Bestimmung übergeben werden. Die Finanzierung erfolgte durch das Land Steiermark, der Stadtgemeinde Bruck und mit einem Betrag von 200.000,-- Schilling aus Mitteln der Kameradschaftskasse.

Einige technische Daten:

Marke: Mercedes Allrad 290 PS Eigengewicht: 14 Tonnen Ausstattung: Lichtmast mit vier 1000 W Scheinwerfern, 2000 Liter Wassertank, 200 Liter Schaummitteltank, Schnellangriffseinrichtung mit 60 m Hochdruckschlauch, Hoch-und Niederdruckpumpe, Wassermonitor am Dach, dreiteilige Schiebeleiter (12m), Seilwinde, Bergewerkzeug, Schanzwerkzeug, usw.

Das alte Tanklöschfahrzeug wurde an die Feuerwehr Friesach verkauft, wo es für Wassertransporte eingesetzt wird.


Im Februar 1991 wurde wieder der traditionelle Feuerwehrball abgehalten.

Landeshauptmann Josef Krainer übergab im April an die Stadtfeuerwehr das neue Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug (GSF). Die Beschaffungskosten lagen bei vier Millionen Schilling und wurden vom Land Steiermark aufgebracht. Die Ausstattung des Einsatzfahrzeuges, aufgebaut auf einem Steyr-Fahrgestell, reicht von einem Lichtmast mit drei Flutlichtscheinwerfern zu je 1000 W, bis zur modernsten, gerätemäßigen Beladung, unter anderem Lösch- und Atemschutzgeräte, Pumpen, Messgeräte, Auffangbehälter und Dichtungsmaterial sowie Binde- und Neutralisationsmittel.

Das vorhandene Ölfahrzeug wurde intern zu einem Fahrzeug für technische Hilfeleistungen und für Abschleppaktivitäten umgebaut.

Feuerwehren verhinderten anno 1992 einen "Stadtbrand". Es entstand Millionenschaden nach einem Großbrand im Haus Nr. 8 am Hauptplatz im November 1992. Sieben Feuerwehren des Bezirkes Bruck bekämpften mit 94 Mann und 19 Einsatzfahrzeugen das Großfeuer. Weiters standen vier Rot-Kreuz-Helfer, ein Notarzt und acht Exekutivbeamte im Einsatz.

Historisches Detail am Rande: Vor 200 Jahren brach nur wenige Meter weiter ebenfalls ein Großfeuer aus, das als Stadtbrand in die Chronik einging. Damals gab es leider keine modern ausgerüstete Feuerwehr. So mussten die Brucker zusehen, wie ihre Stadt bis auf zwei Häuser total niederbrannte.


Schaden in Millionenhöhe entstand in der Nacht zum 14.Februar 1992 durch einen Großbrand in der Bezirkshauptmannschaft Bruck. Zwei Frauen wurden mit Rauchgasvergiftungen gerettet. Das Feuer zerstörte die Eingangshalle der BH und das veterinäre Sanitätsreferat .

Durch einen technischen Defekt strömte am 8. September im Freibad Bruck Chlorgas aus. Fünf Personen wurden dabei verletzt.

Am 6. Februar 1993 wurde der traditionelle Feuerwehrball im Stadtsaal veranstaltet .

Ein orkanartiger Gewittersturm, der am 5. Juli durch das untere Mürztal fegte, hat besonders im Bezirk Bruck große Schäden verursacht .
Zahlreiche Aufräumungsarbeiten waren von den Feuerwehren durchzuführen.

Im Rahmen der letzten Herbstübung konnte ein neues Mannschaftstransportfahrzeug seiner Bestimmung übergeben werden: Ein VW Synchro Allrad mit 110 PS. Die Anschaffungskosten betrugen 535.000 Schilling, wobei die Feuerwehr durch Arbeitseinsätze insgesamt 340.000 Schilling aus der Kameradschaftskasse aufbrachte. Der Rest kam von der Stadtgemeinde und dem Land Steiermark (50:50).

In der Florianstation unserer Wehr wurde eine zentrale Brandmeldeanlage installiert - die modernste der Steiermark - , an die Betriebe und besonders gefährdete Objekte angeschlossen werden müssen.

Herr Mag. Norbert Fuchs, Geschäftsführer der Fa. Biopan, übergab den Aktiven der Wehr 50 Trainingsanzüge im Wert von 50.000 Schilling als Weihnachtsgeschenk.


Anlässlich des Florianitages am 23. April 1994 stellt die Feuerwehr ihre verschiedenen Einsatztätigkeiten der Bevölkerung vor. Zur Vorführung kamen Entstehungsbrandbekämpfung, Verkehrsunfall, Fahrzeugbergung mit Kran, Gefahrguteinsatz und Kleinbrandbekämpfung durch die Feuerwehrjugend.

Einen Einsatz der bärigen Art hatte unsere Feuerwehr im Mai auf der Brucker Schnellstraße S35, als es galt Meister Petz, der in einen Unfall verwickelt wurde, einzufangen.

Im Mittelpunkt des 1. Bezirksverbandstages in Bruck stand das Ausscheiden des Bezirksfeuerwehrkommandanten Ehren- Landesbranddirektor Friedrich Franz. 43 Jahre diente er der Feuerwehr und davon mit Erfolg 25 Jahre als Bezirksfeuerwehrkommandant, dem 34 Feuerwehren unterstellt sind.

Zum neuen Bezirksfeuerwehrkommandanten wurde BR Karl Sitka, zu seinem Stellvertreter ABI Ernst Vestl gewählt.

Im Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bruck/Mur wurde im Jänner ein neues Tanklöschfahrzeug übergeben. Kostenpunkt:
2,2 Millionen Schilling.

Dieses Fahrzeug musste als Ersatz für das nicht mehr entsprechende, 25 Jahre alte Tanklöschfahrzeug angeschafft werden. Das neue " TLFA 1000" von Mercedes ist Allradgetrieben, hat 140 PS und acht Tonnen Gesamtgewicht, verfügt über einen eingebauten Tank mit 1300 Litern Wasserinhalt und ist mit zusätzlicher Feuerwehrausrüstung wie Motorseilwinde und Korbtrage für Einsätze in unwegsamen Gelände sowie mit schweren Atemschutzgeräten und Langzeitatemschutzgeräten für Tunnelrettungen und Unfälle mit gefährlichen Stoffen versehen. Stadtgemeinde (1,600.000 ÖS), Land (450.000 ÖS) und Wehrkasse (150.000 ÖS) übernahmen die Anschaffungskosten.


Am Samstag den 4.Februar 1995 eröffnete die Freiwillige Feuerwehr wieder pünktlich ihren traditionellen Feuerwehrball im Stadtsaal.

Bei der im März abgehaltenen 127. Jahreshauptversammlung unserer Wehr stand auch die Neuwahl des Wehrkommandos auf dem Programm. Wie erwartet blieben die Überraschungen aus - sowohl Kommandant HBI August Krammer als auch Stellvertreter OBI Alfred Gwandner wurden mit überwältigender Mehrheit in ihrem Amt bestätigt .
Für seine Verdienste um das städtische Feuerwehrwesen wurde dem Brucker Altbürgermeister Gottfried Grandl die Steirische Ehrenfloriani-Plakette durch den Landesfeuerwehrkommandanten Karl Strablegg überreicht .

Ein großes Programm gab es für die Feuerwehr beim Florianitag am 5. Mai. In einem Ausstellungszelt auf dem Hauptplatz stellt die FF Bruck gemeinsam mit dem Roten Kreuz, der Bergrettung, dem Zivilschutz sowie den Amateurfunkern und dem Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst vorbeugende Maßnahmen zur Unfallverhütung und Sofortmaßnahmen im Einsatzfall vor.

Hoch her ging es auch im Rahmen einer Juli-Übung der Feuerwehr, galt es doch, den 50. Geburtstag von Kommandant August Krammer zu feiern.

Am 28. Juni 1995 prallte ein Tankwagen-Hängerzug vermutlich aufgrund eines Reifendefektes am Anhänger auf der S6 in Höhe Mürzhofen gegen die Leitschienen, wodurch der Anhänger umstürzte und der Tankkessel aufplatzte. Die im Anhänger mitgeführte Ladung von 16.000 Liter Superbenzin entzündete sich explosionsartig, der Brand griff binnen Sekunden auf den Motorwagen (beladen mit 16.000 Liter Diesel) über.
Bei diesem Ereignis waren 125 FW-Männer von 12 Feuerwehren mit 30 Fahrzeugen eingesetzt. ( Verbraucht wurden: 50 Stk. Einweg-Ölsperren, 1300 Liter Mehrbereichsschaum, 2000 kg Ölbindemittel) .

Im September fand die größte Katastrophenübung des Jahres im Bereich des Tanzenbergtunnels statt.

Die Stadtfeuerwehr Bruck/Mur führt im November 1995 als erste Wehr der Steiermark eine technische Leistungsprüfung durch, die vor allem die Handhabung von Bergegerät im Unfallgeschehen zum Inhalt hat .


Bei der Ende März 1996 abgehaltenen Wehrversammlung wurde Wehrkommandant August Krammer eine Auszeichnung besonderer Art zuteil:
Bezirkskommandant Sitka ernannte ihn, wegen seines unermüdlichen Wirkens um das Feuerwehrwesen und seines ausgezeichneten Fachwissens zum Abschnittsbrandinspektor.

Zweimal gab es in der Schulferienzeit im Rahmen der 1. Ferienpassaktion der Stadtgemeinde die Möglichkeit, ganz intensiv in die Arbeit eines Feuerwehrmannes hineinzuschnuppern: jeweils 4 Stunden lang durften Kinder ab 7 Jahren bei der Stadtfeuerwehr verbringen - und das Echo war gewaltig. Beim ersten Termin meldeten sich 93 Kinder, beim zweiten sogar 100.

Im April 1996 konnte ein neues Mercedes - Pritschenfahrzeug als Ersatz zweier überalteter Fahrzeuge - Last I (VW Caddy) und MTF II (Ford Transit) - als Begleitfahrzeug für das gefährliche Stoffe Fahrzeug in Dienst gestellt werden.

Technische Daten des Fahrzeuges:
MB 312 D 735, 3,5 to zulässiges Gesamtgewicht , Leistung 90 KW, Hubraum 2874 cm3, Aufbau: Planenaufbau mit heckseitiger Hebebühne.


Glück im Unglück hatten alle 90 anwesenden Schüler in der Sporthalle Bruck/Mur am 30. Jänner 1997. An einem Elektrospeicherofen im Geräteraum angelagerte Turnmatten wurden durch die Abwärme (Hitzestau) zur Entzündung gebracht. Binnen kürzester Zeit drang Rauch in die Sporthalle und verwandelte diese in eine finstere "Rauchküche" Zum Glück reagierte der Lehrer richtig und brachte alle Schüler auf den richtigen Weg rechtzeitig ins Freie, sodass niemand verletzt wurde.

Der enorme Brandschaden (ca. 3,5 Mio. ATS) kam durch die Verrauchung und Verrußung der gesamten Sporthalle sowie des baulich inkludierten Gastronomiebetriebes zustande. Der Betrieb konnte erst am 11. März wieder aufgenommen werden.

Großes Aufsehen erregte am 23. Februar ein Brand im ehemaligen Brucker Bahnhofshotel, das derzeit als Asylanten-Unterkunft dient. In der Decke über der Kegelbahn war der Brand ausgebrochen. Die 90 Bewohner des Heimes, darunter 22 Kinder, mussten von der Feuerwehr evakuiert werden. 46 Mann von vier Wehren, darunter 28 mit schwerem Atemschutz, brachten 75 Asylanten aus dem Haus. 13 Bettlägerige wurden auf die Terrasse gebracht. Es gab zum Glück keine Verletzten.

Fortgesetzt werden konnte das Fahrzeug-Erneuerungsprogamm unserer Wehr. So wurde ein aus Eigenmitteln (Kameradschaftskasse) finanziertes Kommandofahrzeug im (Jänner 1997) in den Dienst gestellt. Es handelt sich dabei um ein Fahrzeug der Marke VW Variant Syncro Kombi mit 66 kW Leistung und einem Hubraum von 1896 cm³.

Am 1. Februar wurde wieder der Ball der Freiwilligen Feuerwehr Bruck/Mur im Stadtsaal abgehalten.


Sie ist sekundenschnell aufgebaut, mit einem Rettungskorb versehen, erreicht eine Höhe von 30 Metern und wird computergesteuert überwacht. Die Rede ist von der neuen Drehleiter "DLK 23-12 CC", welche am 25. April 1997 im Rahmen des 1. Bezirksfeuerwehrtages an unsere Wehr übergeben wurde.

Technische Daten:

Fahrgestell:
Mercedes Benz 1524 Zulässiges Gesamtgewicht: 1 5000 kg Motor: 6 Zylinder Diesel, mit 240 PS Länge/Höhe: 10 Meter / 3,18 Meter Kosten: 7 ,5 Mio. ÖS
Aufbau:
Hubrettungsgerät mit Aufbau und Rettungskorb Max. erreichbare Höhe: 30 Meter Max. Ausladung im 3 Mann - Betrieb: 16 Meter Am Korb kann eine Krankentrage, ein Abseilgerät oder ein Wasserwerfer montiert werden.
Finanziert wurde der Ankauf mit 3,8 Millionen Schilling vom Land, 2,8 Mill. S von der Stadtgemeinde und 400.000 S aus Eigenmitteln der Wehr.

6.April 1997: Meldung der Tunnelwache Bruck/Mur an die Zentrale der Freiw. Feuerwehr Bruck/Mur - PKW -Brand im Tanzenbergtunnel, Fahrtrichtung Wien: Bereits zum 7.Mal fuhr ein PKW-Lenker mit weit überhöhter Geschwindigkeit aus Suizidgedanken in eine Tunnelnische. Der PKW steht sofort in Vollbrand, der Fahrer verbrennt im Wrack.

Einen tragischen Ausgang nahm am 15. September 1997 ein Brand in einer KFZ-Werkstätte in Bruck-Einöd. Nach der Entzündung von Benzindämpfen kam es zu einer hydraulischen Sprengung eines nebenstehenden Benzinfasses, die dabei entstandene Flammenwalze verbrannte einen Mitarbeiter zur Unkenntlichkeit. Ein zweiter Arbeiter musste von der Rettung in das LKH-Bruck eingeliefert werden.

Tapfer schlug sich im November 1997 eine Abordnung unserer Jugendgruppe anlässlich der Brandschutzmesse in Graz. Als einzige steirische Jugendfeuerwehrgruppe beteiligte sich diese an den zahlreichen Vorführungen. Ein Schaumlöschangriff wurde dabei filmreif präsentiert.
 


 

 


Mittwoch, 4. Februar 1998 – auf der S35 war ein mit Flüssiggas beladener Tankwagen umgestürzt – eine Explosionskatastrophe drohte.



Samstag, 6. Februar 1998 – Feuerwehrball im Stadtsaal mit der „Alpen-Formation“ und den Gianesins.

Die Stadt Bruck an der Mur nahm an einem 100.000 Schilling Spiel des ORF teil. Das Bruck gegen Bad Aussee den entscheidenden Punkt vorne lag, war auch ein Verdienst unserer Feuerwehrmänner, die gegen die Florianijünger aus Bad Aussee souverän gewannen.

1999:  Freibad Kindberg – durch einen technischen Defekt an einer Reglerleitung kam es zu einem Chlorgasaustritt. Dies während dem vollen Badebetrieb. Ein großflächige Kontamination der Bevölkerung und der Umgebung konnte verhindert werden. Unsere Wehr wurde als zuständiger GSF-Stützpunkt zu Hilfe gerufen.

In der Nacht vom 30. auf den 31. Jänner 2000 brach in einem Mehrparteienhaus in der Stadtwaldstraße ein Feuer aus. Zwei Kinder, ein fünfjähriges Mädchen und ein siebenjähriger Bub, fanden in den Flammen den Tod. Ein defekter Ölofen hatte den Brand ausgelöst. Es standen ca. 100 Feuerwehrleute mehrere Stunden im Einsatz.

Im Februar 2000 konnte unsere gesamte Tauchercrew vom Sponsor DI Josef Griesenhofer, Vorsorgeberater der TrendAG, qualitativ hochwertige Sweater in Empfang nehmen.

Mit überwältigender Mehrheit wurden im März für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren ABI Augustin Krammer als Kommandant und OBI Alfred Gwandner als Kommandant-Stellvertreter wiedergewählt.

Das Jahr 2000 brachte in der Abwicklung des Florianitages eine Änderung mit sich. Erstmals wurde auf die traditionelle, aber eben nicht mehr ganz zeitgemäße Straßensammlung verzichtet. Stattdessen tritt man von nun an – wie bei der jährlichen Weihnachtsammlung – mit einem Schreiben an die Bevölkerung heran, in dem um eine Spende ersucht wird, um die Arbeit zum Wohl der Brucker Bürger erfolgreich fortsetzen zu können. Ebenso wird dabei die Gelegenheit benützt, wertvolle Informationen weiterzugeben, und in diesem Jahr auf Heimrauchmelder hingewiesen.

Im Juni 2000 wurden wieder die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Bruck und Hohenlimburg intensiv gepflegt. Aus diesem Grund besuchte eine Feuerwehr-Delegation der Partnerstadt die Brucker Kameraden.

14 Tage lang (10.07. bis 24.07.2000) war die Jugendfeuerwehr aus Hagen-Hohenlimburg zu Gast in Bruck a.d. Mur. Die Tage wurden sowohl zum Erfahrungsaustausch als auch für zahlreiche Ausflüge und Besichtigungen genutzt.

Am Samstag, 3. Februar 2001 fand im Kulturhaus-Stadtsaal Bruck a.d. Mur der Ball der Freiwilligen Feuerwehr statt.

Ein Lokführer schwer verletzt, zwei weitere ÖBB-Bedienstete leicht, Sachschaden in Millionenhöhe – das ist die Bilanz eines Zugsunfalles, der sich in der Nacht vom 10. zum 11.Juni 2001 im Bahnhof Bruck a.d. Mur ereignete. Ein Autotransportzug war mit einer Verschubgarnitur zusammengeprallt.

                                                  

Im Juni 2001 nahmen wieder 17 Personen unserer Feuerwehr an einer Fahrt nach Hohenlimburg teil. Seit 1992 finden im jährlichen Wechsel die freundschaftlichen Besuche in der Partnerstadt statt.

Ein halbes Jahrhundert für die Feuerwehr – Friedrich Franz, nicht nur den Brucker Florianijüngern ein Begriff, feierte seinen 75. Geburtstag.

Dreharbeiten für „Notruf“: Ein schwerer Unfall eines Pensionisten in Oberaich wurde vom deutschen TV-Sender RTL nachgestellt und am 7. Oktober ausgestrahlt.

Als Tierfreunde haben sich am 19. Oktober unsere Männer bei einem nicht alltäglichen Einsatz erwiesen. Im Mündungsbereich der Mürz schwamm nämlich ein etwa zweijähriger Schwan, dessen linker Flügel gebrochen war. Taucher waren ausgerückt, um den verletzten Vogel zu retten.

Am 19. April hatte unsere Stadtfeuerwehr zur Übergabe des neuen Löschfahrzeuges LFB-A und des neuen Einsatzbootes eingeladen.
Mit etwas mehr als 385.000 Schilling wird sich die Kameradschaftskasse der Feuerwehr im Jahr 2001 an den Kosten für den Ankauf eines neuen Löschfahrzeuges mit Bergeeinrichtung und Schlauchcontainer und des Feuerwehreinsatzbootes beteiligen, welche im April 2002 in einem feierlichen Festakt übergeben wurden. Der bei weitem größte Teil der Anschaffungskosten für beide Gerätschaften wird von der Stadtgemeinde und vom Land Steiermark übernommen. So hohe Eigenmittel von Seiten der Feuerwehr können nur geleistet werden, weil unzählige zusätzliche Arbeitsleistungen von den Freiwilligen erbracht werden, weil Veranstaltungen – wie etwa der Feuerwehrball – trotz hohem Aufwand ein wenig Gewinn abwerfen und weil die Bevölkerung nach wie vor bereit ist, für das Gemeinwohl zu spenden.

     

Der Mercedes „Atego“ (245 PS) mit Technik-Aufbau der Fa. Rosenbauer ist das erste derartige Fahrzeug, das in der Steiermark zum Einsatz kommt. Ausgestattet ist der rd. 246.000 Euro teure LKW u.a. mit hydraulischem Bergewerkzeug, Flutlichtmast, Poly-Löschanlage, 540m B-Schlauchhaspel, absetzbaren Saugstellenblock sowie einem Hochdrucklüfter.
Das Arbeits- und Einsatzboot ersetzt jenes, das bei einem Unfall auf der Mur im Jahr 1999 verloren ging. Es ist 7,10 m lang, mit 212 PS starkem Jet-Antrieb ausgestattet und fasst bis zu 12 Personen. Die Anschaffungskosten betrugen rd. 105.000 Euro.
Im Zuge des Festaktes wurde auch bei der Jugend aufgerüstet: Unsere Jungfeuerwehrmänner erhielten neue Jacken in Signalfarben.


Anlässlich des Floriantages 2002 haben wir die Brucker Bevölkerung in unser Feuerwehrhaus eingeladen. Ein interessantes Rahmenprogramm wurde geboten. Unter anderem gab es umfangreiche Informationen und eine Verkaufsaktion von Heimrauchmeldern. Diese Aktion wurde von der Stadtgemeinde Bruck finanziell unterstützt.

   



Im Mai 2002 kam eine sechszehnköpfige Delegation der Feuerwehr Hagen-Hohenlimburg wieder nach Bruck. Zwischen Bruck und Hohenlimburg/Hagen besteht diese Feuerwehrpartnerschaft bereits seit zehn Jahren.

Zu Jahresende 2002 wurden die mehrmonatigen Arbeiten an der neuen Fassade des im Jahre 1952 erbauten Rüsthauses fertig gestellt und dieses erstrahlt nunmehr in neuem Gewand.

Juni 2002
Einsatzübung im BG und BRG Bruck an der Mur im Rahmen der Aktion „Sichere Schule – Sichere Steiermark“

August 2002
Hochwasser in der Übelsteinerstraße, am Brucker Murkai fehlen nur noch wenige cm bis zur Überflutung

Dezember 2002

Die Brucker Feuerwehr verhindert wieder einen Stadtbrand. In einem Zimmer der ausgebauten Dachmansarde im Hause Herzog-Ernstgasse 27 war Feuer ausgebrochen. Eine eingeschaltete Kochplatte hatte daneben liegende Kleidungsstücke entzündet. Zehn Häuser sind in diesem Teil der Altstadt direkt aneinander gebaut. Über die Holzdachböden hätte das Feuer leicht überspringen können, was auch geschehen wäre, wenn die Alarmierung nur zwei Minuten später erfolgt wäre. Zwei Männer können vom Dach bzw. aus einem Fenster gerettet werden.



Jänner 2003
In der Silvesternacht ertrinken drei junge Menschen, nachdem ihr Fahrzeug von der Brandstätterstraße abgekommen und in die dort vier Meter tiefen Fluten der Mur gestürzt war. Eine Person kann von der Wasserdienstgruppe gerettet werden.

Mitte Jänner kommt es zu einem Brand in einem Einfamilienhaus in der Westendsiedlung. Drei Jugendliche können aus dem verrauchten Gebäude gerettet werden. Der Brand war durch ein im Keller abgestelltes Radio ausgelöst worden, dessen Batterien oxidiert waren und Altpapier in Brand gesetzt hatten.

Februar 2003
Am 1. Februar findet wieder der traditionelle Feuerwehrball im Stadtsaal Bruck statt.

April 2003
Der neu restaurierte Heilige Florian schmückt den „Roten Turm“ des Rüsthauses.

Der historische Heilige Florian war Christ und Offizier im römischen Heer. Als einige seiner Glaubensbrüder inhaftiert wurden, plante er ihre Befreiung. Dabei geriet er selbst in Gefangenschaft. Auch unter der Folter weigerte er sich, seinem Glauben abzuschwören. So wurde er am 4. Mai 304 mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns geworfen. Die Überlieferung berichtet, dass seine Leiche, von den Wellen auf einen Felsen geworfen und von einem Adler bewacht, von einer frommen Frau namens Valeria gefunden und dort bestattet wurde, wo im 8. Jahrhundert dann das Stift St. Florian entstand. Seine schützende Hand hält Florian über das Land Oberösterreich, die Städte Bologna und Krakau sowie über Berufsstände, die besonders mit Feuer und Wasser zu tun haben, zum Beispiel Schmiede, Rauchfangkehrer, Hafner, Töpfer und Bierbrauer. Da er in seiner Jugend ein brennendes Haus durch sein Gebet gerettet haben soll, wurde er ab dem 15. Jahrhundert zum Schutzpatron der Feuerwehr ("Florianijünger").

Der Florian der Brucker Feuerwehr ist 120 Jahre alt und stand die ganze Zeit relativ unbeachtet in einer erhöhten Nische des alten "Barbolani-Hauses" Ecke Theodor Körnerstraße – Nagelschmiedgasse. "Warum gerade dort?" fragten sich so manche Leute. Diese Frage stellte sich denn auch die Stadtfeuerwehr und nach einigen Recherchen brachte man trotz fehlender Aufzeichnungen ein wenig Licht ins Dunkel. Das Gebäude gehörte nämlich zumindest seit 1649 Bierbrauern, war als Wirtshaus "Zum Oberbräuer" unter Gottfried Barbolani bekannt und diente noch bis ins 20. Jahrhundert herauf als Gaststätte. Ein Josef Barbolani war weiters ab 1868, dem Gründungsjahr der Brucker Wehr, Kassier eben dieser. Und so ist ob der Verbindung zur Feuerwehr und zum Braugewerbe der alte Standort des Heiligen Florian wohl geklärt.

Die gründlich restaurierte Figur ist eine hochwertige Handwerksarbeit aus unbeschichtetem, gebranntem Ton. Die Herstellungsweise ist eine Seltenheit, die Symbolik ist wohl eine ganz besondere, wo doch der Heilige Florian auch, wie schon oben erwähnt, als Schutzpatron der Töpfer gilt.

Februar 2004

Beim Faschingsumzug beginnt ein Wagen zu brennen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr kann das Feuer schnell gelöscht werden. Der Schaden bleibt gering.



Mai 2004

Schauübung im Bereich der Hohenlimburg-Brücke. Eingesetzt werden unter anderem zwei Feuerwehr-Jetboote, das Wasserdienstfahrzeug, die Drehleiter sowie ein Hubschrauber des Innenministeriums. Eine „verunfallte“ Person wird von Einsatztauchern der Brucker Wehr aus den Fluten der Mur gerettet.

August 2004

Eine Jugendgruppe der FF Bruck besucht ihre Partner im kärntnerischen Spittal/Drau. Organisiert wurde dieser Aufenthalt von Kamerad Franz Zotter.

Oktober 2004

Übergabe eines neuen Kleinrüstfahrzeug/Straße (KRFS) , Marke Land Rover für Verkehrsunfälle mit spezieller Ausrüstung für Tunneleinsätze durch den Landesfeuerwehrverband Steiermark.

November 2004

Großübung: „Der Leiner brennt“. Übungsannahme ist eine Explosion im Restaurant des Möbelhauses in der Theodor Körner-Straße.


März 2005

Die Feuerwehrjugend erhält einen modern eingerichteten Jugendraum im Rüsthaus. Ein Großteil der Kosten konnte durch Spenden aus der Bevölkerung aufgebracht werden. Unser Dank gilt allen Spendern!

Zimmerbrand in der Wienerstraße: Zwei Personen können vom Dach bzw. aus einem Dachfenster gerettet werden. Der Schaden beläuft sich auf € 10.000,--

Kommandowechsel bei der Wehrversammlung:
Nach 20 bzw. 22 Jahren stellen sich ABI August Krammer und OBI Alfred Gwandner nicht mehr der Wiederwahl.
Das neue Führungsteam: Ing. Christian Jeran als Kommandant und Klaus Kreimer als sein Stellvertreter August Krammer wird zum Ehrenkommandant unserer Wehr ernannt. Als Dank und Anerkennung für sein unermüdliches Wirken für die Wehr erhält er aus den Händen von Bürgermeister Bernd Rosenberger den „Eisernen Brunnen in Gold mit Brilliant“. OBI Alfred Gwandner wird das „Ehrenzeichen der Stadt Bruck an der Mur in Gold“ verliehen.

Mai 2005

Einsatz für den Brucker Wasserdienst: Ein Motorflugzeug stürzt in Kapfenberg in die Mürz.

Juni 2005

Ein Ex-Angestellter des LKH Bruck rast aus Rache mit seinem Auto gegen einen Sauerstofftank am LKH Gelände und setzt sein Fahrzeug auch noch selbst in Brand. Zwei Stunden kämpft die Wehr erfolgreich gegen die drohende Explosionsgefahr.


In Übelstein kommt es zu einem Wohnhausbrand.
 

September 2005

Großübung im Bergbau Oberdorf / Tragöß:
Übungsannahme: Im Bergbau brennt ein Radlader, vier Bergleute sind eingeschlossen.

Oktober 2005

Die Brucker Feuerwehr wird weiblich: Unsere ersten Feuerwehrfrauen sind Beate Eberhard, Barbara Prosch und Beatrice Frühwirth.

   

Start der Aktion „Kinder lernen mit der Feuerwehr“ (Zielgruppe: Kindergarten, Vor- und Volksschule): Ziel ist eine dem Alter entsprechende Brandschutzerziehung. Ein innovativ gestaltetes Malbuch, erstellt von Bettina Jeran, wird herausgegeben.

Februar 2006

Einwöchiger Großeinsatz (vom 09. – 16.02.2006) bei der Schnee-katastrophe im Mariazellerland: 1000 einsturzgefährdete Objekte müssen von der ungeheuren Schneelast befreit werden.

Mai 2006

Ein Landwirt am Pischkberg, Vater eines jungen Feuerwehrkameraden, muss leblos aus seinem Silo geborgen werden. Er verstirbt wenig später im LKH Bruck.

Partnerschaftsbesuch unserer Feuerwehrfreunde aus Hagen-Hohenlimburg zur Landesausstellung „Wege zur Gesundheit“

August 2006

Aufwändige Bergung: Ein PKW stürzt von der Forststraße auf den Heuberg zehn Meter über eine Böschung in den Wald. Die jungen Fahrzeuginsassen sind nur leicht verletzt und können sich selbst in Sicherheit bringen.

September 2006

Eine Delegation der Brucker Wehr besucht im Rahmen des diesjährigen Feuerwehrausfluges die Feuerwehr der griechischen Insel Zakynthos.


 

Dezember 2006

Vorweihnachtliches Geschenk für alle neun Brucker Einsatztaucher: Sie erhalten neue Einsatzjacken. Unser Dank gilt den Sponsoren!

Jänner 2007

In der Silvesternacht geht eine Gartenhütte in der Nähe des Platzes der Menschenrechte in Flammen auf.

Eine Delegation der Brucker Wehr besucht die Firma Sappi in Gratkorn und die dortige Betriebsfeuerwehr.

Februar 2007

Küchenbrand im fünften Stock des Hauses Oberdorferstraße 1

März 2007

Neuwahl des Kommandos: Wegen einer Änderung des Landesfeuerwehrgesetzes müssen bei allen Wehren im Land Neuwahlen stattfinden. Das Kommando unter Ing. Christian Jeran und Klaus Kreimer wird in seiner Funktion klar bestätigt

Ein Filmteam des ORF Steiermark filmt bei der Wehrversammlung die Angelobung der neuen Wehrmänner, wobei es für die Brucker Wehr eine Premiere gibt. Erstmals werden drei Feuerwehrfrauen (Beate Eberhard, Barbara Prosch, Marion Kreimer) angelobt. Weiters wird eine Sequenz über die Tätigkeit als Gefahrgut-Stützpunkt am Bauhof der Stadtgemeinde aufgenommen. Die Aufnahmen sind Teil der Dokumentation „Notruf 122“, die erstmals am 5. Mai um 17.00 Uhr in ORF 2 ausgestrahlt wird.  Die Dokumentation zeigt bewegende Collagen von Bildern und realen Einsätzen und gibt gut jene Dramatik wieder, die nicht selten mit dem Feuerwehrdienst einhergeht.

Mai 2007

Bergung eines Hundes aus der Mürz, durchgeführt von Kamerad Johannes Kalcher, der Veterinärmedizin studiert.

Feuerwehrtaucher bergen im Bereich der Brandstätterstraße einen 46jährigen aus den Fluten der Mur.

Juni 2007

Brandübung in der Polizeiinspektion in der Herzog-Ernstgasse

Übernahme eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF II, „Pickerlauto“):  Wir bedanken uns bei allen Sponsoren, die die Zurverfügungstellung dieses Fahrzeuges ermöglicht haben.

Juli 2007

Maschinenmeister Alfred Gwandner, der 22 Jahre lang als Kommandant-Stellvertreter und 17 Jahre lang als Hauptamtlicher die Geschicke der Feuerwehr lenkte, tritt mit Vollendung seines 60. Lebensjahres in den Ruhestand. Unser Kamerad verstirbt leider nach schwerer Krankheit im März 2008.

August 2007

Gefahrgut-Einsatz: Chemieunfall in Kapfenberger Kunststoff-Verarbeitungsbetrieb

Die Brucker Murinsel muss nach dem Austritt von Ammoniak aus der Kühlanlage der Kunsteisbahn evakuiert werden. Die Kühlanlage wird nach Beendigung der Eissaison stets geleert. Offenbar hatten sich noch Gasreste in einem Rohr, welches leck wurde,  befunden. Das Giftgas kann mit Wasser gebunden werden. Es bestand keine Gefahr für die Bevölkerung.

November 2007

Simulierter Ernstfall in der HAK Bruck, um die neuen Sicherheitsvorkehrungen zu testen.

Evakuierungsübung im LKH Bruck: Erstmalig wird eine gesamte Station (Unfallchirurgie A) geräumt. Ein Brand in einem Patientenzimmer wird simuliert.

Ein VW Bus einer Brucker Malerfirma rollt von der Murinselallee herrenlos in die Mur, treibt 100 m in Richtung Leobnerbrücke ab und bleibt in der Mitte des Flusses hängen. Eine aufwändige Bergung unter Einsatz des Kranfahrzeuges und der Drehleiter ist nötig. Das Fahrzeug kann ohne eine Schramme aus der Mur geborgen werden.

Vorstellung der Um- und Neubaupläne des Rüsthauses in der Gemeinderatssitzung durch Architekt DI Meinhard Neugebauer und Bürgermeister Bernd Rosenberger. Der gesamte Feuerwehrausschuss nimmt an dieser Sitzung in Uniform teil.

Jänner 2008

Rauchsäule über Bruck: Am Fuße des Kalvarienberges wird eine große Gartenhütte durch Feuer völlig vernichtet.

Brand in der Müllverwertungsfirma CEMEX in Bruck-Einöd. Die eingesetzten Kameraden sind durch eine mit Wasser aggressiv reagierende Chemikalie und ständige Mini-Explosionen akut gefährdet. Das Problem kann jedoch aus der Welt geschafft werden.

Der Sturm „Paula“ fegt über Österreich: Viele Einsätze für die Wehr, unter anderem wird sie auch zur Bekämpfung eines Waldbrandes bei Zlatten gerufen.

Februar 2008

„Blaulichttreffen“ der Einsatzorganisationen in der Asfinag Autobahnmeisterei Bruck: Besprechung bezüglich der Handhabung und Koordinierung von Tunneleinsätzen

März 2008

Neuerlicher Brand bei CEMEX in Bruck-Einöd

April 2008

Auch die Brucker Wehr nimmt am 19. April an der 1. Steirischen Feuerwehrwallfahrt nach Mariazell teil.

Mai 2008

Partnerschaftsbesuch unserer Feuerwehrkameraden und deren Gattinnen aus Hagen-Hohenlimburg. Das Treffen jährt sich bereits zum 17. Mal!

Juni 2008

Unsere Wehr feiert ihr 140jähriges Bestandsjubiläum:

9 . – 14. Juni: Ausstellung im Brucker Rathaushof „140 Jahre FF Bruck/Mur – Vom Löscheimer zur Hochtechnologie“

 
(Eröffnung am 9. Juni abends mit einer „Feuerwehr-Modenschau“)

Der historische Steyr Geländewagen, Baujahr 1937, der seit 1995 als Leihgabe im Steirischen Feuerwehrmuseum in Groß St. Florian ausgestellt ist, wird generalsaniert, fahrbereit gemacht und bei der Ausstellung dem interessierten Publikum gezeigt.
14. Juni vormittags: Fahrzeug- und Geräteschau am Brucker Hauptplatz
14. Juni abends: Sommernachtsball im Kulturhaus der Stadt Bruck an der Mur

Juli 2008

Im Rahmen des Blasmusikfestivals weilt die „New South Wales Firebrigade Brass Band“ aus Sydney/Australien in Bruck und gibt der Stadtfeuerwehr ein Geburtstagsständchen vor dem Rüsthaus.

November 2008

Rüsthaus Fraunedergasse: Start der Aus-, Um- und Zubauarbeiten (Investitionsvolumen: 2,1 Mio. Euro)

Aufgrund eines durch erhitztes Öl entstandenen Küchenbrandes müssen in der Brucker Lamingfeldsiedlung vier Personen per Drehleiter aus dem Mehrparteienhaus geborgen werden.

Dezember 2008

Brand einer Ölheizung in der Südtirolersiedlung.

Jänner 2009

Die Feuerwehr muss zu mehreren schweren Verkehrsunfällen auf den Schnellstraßen im Raum Bruck ausrücken.

In der Brucker Fridrichallee muss ein Kachelofenbrand bekämpft werden.

März 2009

Im neuen Brucker Nahwärme-Heizwerk entzünden sich Hackschnitzel. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr kann der Brand sehr rasch gelöscht werden.

Im Rahmen des Radio Steiermark Frühschoppens wird unserer Wehr der „Brucker Feuerwehrmarsch“, komponiert von Musikschuldirektor Johann Kügerl, übergeben. Die Uraufführung durch das Blasorchester Bruck an der Mur dirigiert Hans Trafella.

Eine große Einsatzübung findet vor der Eröffnung der neu adaptierten zweiten Röhre im Tanzenbergtunnel statt.

April 2009

Zwei 19-jährige Burschen stürzen in Leoben Judendorf in die Mur. An der Suche beteiligt sich auch der Wasserdienst der Brucker Feuerwehr. Aufgrund der starken Strömung und des hohen Pegelstandes der Mur wird die Suche nach den Jugendlichen nach zwei Tagen eingestellt. Die beiden Jugendlichen werden im Mai an den Wehranlagen St. Dionysen und Peggau im Wasser aufgefunden.

Durch unsachgemäßes Abheizen von Reisig kommt es am Ostersamstag zu einem Waldbrand am Brucker Pischkberg. 3,5 ha Wald werden in Mitleidenschaft gezogen, über 250 Feuerwehrleute stehen im Einsatz. Bei der Anfahrt Richtung Almgasthof Hutterer kommt um 21.28 Uhr das nachalarmierte TLF 4000 der FF Trofaiach von der engen Forststraße ab und stürzt ca. 60 m in die Tiefe. Die mitfahrenden neun Feuerwehrleute, darunter ein Lotse der FF Bruck, werden zum Teil schwer verletzt.

Mai 2009

Das Freundschaftstreffen der Feuerwehren Bruck an der Mur und Hagen-Hohenlimburg findet zum 18. Mal, diesmal wieder in Deutschland, statt.

Beate Eberhard, seit 2005 Mitglied der FF Bruck an der Mur, wird als Erste in der Geschichte des steirischen Feuerwehrwesens Feuerwehr Einsatztaucherin.

Oktober 2009

Die Begeisterung der Bruckerinnen und Brucker war trotz des feuchtkalten Wetters groß. Endlich konnten sie ihr neues Rüsthaus besichtigen, "ersehen" und "ertasten". Am 27.10.2009 war es soweit, das umgebaute Rüsthaus und ein nagelneues Schweres Rüstfahrzeug konnten feierlich ihrer Bestimmung übergeben werden. 1.121 m² Raumfläche wurden umgebaut, 960 m² neu errichtet. Zusätzlich zur Investition von 2,1 Millionen Euro (davon 1,1 Millionen Euro vom Land Steiermark und 77.000 Euro vom Landesfeuerwehrverband) erbrachte die Wehr Eigenleistungen von 7.860 Arbeitsstunden und beträchtlichen Geldmitteln aus der Kameradschaftskasse.


Dezember 2009

Der Brucker Künstler Hermann Pitow übergibt zwei Kunstwerke, ein Gemälde und eine Skulptur, welche den steirischen Ur-Feuerwehrmann darstellen soll, im Rahmen einer Übung an die Stadtfeuerwehr.

Jänner 2010

Ein spektakulärer Unfall ereignete sich in der Brucker Innenstadt. Nach einem Frontalcrash kam ein Auto vor der Einfahrt Fridrichallee auf dem Dach zu liegen.

Tierrettung aus der Mur: Ein Stierkalb war im Bereich des Bootshafens in Übelstein in die Mur gefallen.

April 2010

Das Projekt "Herausforderung Wasser" wird im Brucker Rüsthaus vorgestellt. Die FF Bruck beteiligt sich am Exkursionsprogramm (Rüsthausführungen und Information) mit den Themenschwerpunkten: Wasser als Löschmittel, Trinkwasser als Grundnahrungsmittel, Umweltschutz = Schutz der Wasservorkommen, Hochwasser als Bedrohung, Gefahren im Wasser.

Mai 2010

19. Kameradschaftstreffen der Wehren von Bruck an der Mur und
Hagen-Hohenlimburg in Bruck.

Die Feuerwehr verhindert einen Brand im Musikerheim (Musikschule Lichtensteinstraße).



Im Kirchdorftunnel bei Pernegg findet vor der Verkehrsfreigabe eine großangelegte Übung statt.

Ehrung für Ehren-Abschnittsbrandinspektor Alfred Fierlinger zu seinem 75. Geburtstag. Er erhält von Bürgermeister Bernd Rosenberger den Eisernen Brunnen in Gold mit Brilliant.

Juni 2010

Bergung eines alten Amphibienfahrzeuges (VW 166) aus der Mur im Bereich des Bootshafens Übelstein.

Juli 2010

Eine belgische Pfadfindergruppe (Pioniers de Sibret) besucht die Feuerwehr.

August 2010

Übung: "Brand" im Jugend- und Familiengästehaus Weitental

Einsatzserie für die Brucker Feuerwehr

September 2010

"140 Jahre Landesfeuerwehrverband Steiermark" in Bruck an der Mur:

  • Sitzung des Landesfeuerwehrausschusses im neuen Lehrsaal der FF Bruck
     

  • Delegiertensitzung des Bezirksfeuerwehrverbandes steht ganz im Zeichen des Jubiläums
     

  • Ausstellung "140 Jahre LFV Steiermark" im Rathaushof Anhand von historischen Ausstellungsobjekten, Filmen und Dokumenten werden 140 wechselvolle Jahre an Feuerwehr- und somit Technik-, Landes- und Gesellschaftsgeschichte dargestellt. Die Entwicklung des Landesverbandes wird anhand der Tätigkeit der bisherigen Landeskommandanten nachgezeichnet, die mit Kurzbiografien und den Schwerpunkten ihrer Wirkungszeit vorgestellt werden. Uniformen, Dienstgrade und Auszeichnungen im steirischen Feuerwehrwesen von 1870 bis heute bilden einen weiteren Teil der Ausstellung. Auch dem Rettungswesen, das von den steirischen Feuerwehren bis 1938 neben dem Branddienst als eigenständige Abteilung geführt wurde, wird ausreichend Platz eingeräumt. Prunkstück der Ausstellung ist eine Dampfspritze aus dem Jahre 1909.

  • Gedenkmesse in der Stadtpfarrkirche mit Bischof Kapellari

  • Festakt im Kulturhaus unter Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer

  • Die Brucker Innenstadt steht am Samstag, dem 11. September, ganz im Zeichen der Jubiläumsfeierlichkeiten: Straße der Geschichte, Fahrzeugschau und Infostände, Leistungsschau mit Schauübungen, Historischer Fahrzeugkorso, Einmarsch der Feuerwehren, Meldung und Ansprachen, Ausmarsch mit Defilierung


Fortsetzung folgt ...

Impressum:

Literatur:
Archiv der Freiwilligen Feuerwehr Bruck an der Mur
Werner Strahalm, Edition Strahalm, 1985 Graz
Günter Treffer,  Verlag Brandstätter, 1984 Graz

Bildquellen:
Archiv der Freiwilligen Feuerwehr Bruck an der Mur
diverse Tageszeitungen und Amtsblätter