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Strategische Projekte der Stadt Bruck an der Mur



Amtsstunden und Parteienverkehrszeiten

Amtsstunden

Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 16.30 Uhr sowie Freitag von 7.30 bis 12.30 Uhr

Parteienverkehrszeiten

Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und Montag, Dienstag und Donnerstag von 14 bis 15 Uhr

Bürgerbürozeiten

Das Bürgerbüro steht Ihnen von Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 16.30 Uhr sowie Freitag von 7.30 bis 12:30 Uhr zur Verfügung.

Kontakt

Tel.: +43 (0)3862 - 890 - DW 0
Email: stadt@bruckmur.at


 

Stadtteil Oberaich

Das Gebiet von Oberaich war bereits von den Kelten bewohnt. Nach der Völkerwanderung wurde das Gebiet im 6. Jahrhundert durch Slawen besiedelt. Die Namen  Mötschlach, Kotzgraben oder Petschach stammen noch aus dieser Zeit. Im 9. Jahrhundert besiedelten hauptsächlich die Bajuwaren und Franken das Gebiet.

Der Mötschelmayrhof - ein einstiger Wehrbau - wurde urkundlich erstmals 1293 genannt.

Die erste urkundliche Erwähnung eines Utschers führt in die Mitte des 12. Jahrhunderts. Um 1144 wurde Heinrich de Vts (Heinrich von Utsch) als Zeuge genannt.

 

Geschichte von Oberaich

Am nördlichen Murufer liegt an einer strategisch günstigen Stelle die Kirche St. Dionysen. Zahlreich bauliche Details, wie der angebaute Pfarrhof und vermauerte Schießschlitze unterstreichen selbst heute noch den wehrhaften Charakter dieser Anlage, die schon als Burg gegen Ende des 11. Jahrhunderts vermutet werden darf.

Die frühen Besiedelungen waren größtenteils bäuerlich. So fanden sich alleine im Kotzgraben 16 bäuerliche Anwesen. Am südlichen Murufer gab es drei große Herrenhöfe, welche Unter-, Mitter- und Oberaich genannt wurden. Jener in Unteraich war der Aichmayr, der schon im Jahre 1230 genannt wurde. In Mitteraich wird 1650 der vulgo Möschmoar als "Hof zu Mitteraich" genannt. Der Großweiler von Oberaich (Mayr in Hof) genannt im Jahre 1451, war sogar Sitz des Amtmannes von Oberaich. Im 15. Jahrhundert erwarben die Stubenberger (Burg Oberkapfenberg) einen Großteil der Utscher Güter. Im Jahre 1480 fielen auch in Oberaich die Türken ein. (vgl. Sage "Türkenbründl").


 

19. Jahrhundert

Im Jahre 1838 zählte man im heutigen Gemeindegebiet schon 1.102 Einwohner. Diese teilten sich in zwei Geistliche und 79 Gewerbetreibende, 3 Handelstreibende und 848 Landwirtschaftstreibende auf. Tragisch war im Jahre 1816, in einer wirtschaftlich sehr schlechten Zeit, dass die ganze Ortschaft Picheldorf abbrannte. Im  September 1833 suchte ein schweres Hochwasser Oberaich heim, welches sogar drei Menschenleben forderte.

Wirtschfatlich machten sich ab den 1840 er Jahren neben Entwicklung der Land- und Forstwirschaft aber auch die Auswirkungen der Industrialisierung  in Oberaich und Picheldorf bemerkbar. Bereits 1844 war die Fertigstellung der Eisenbahnlinie Mürzzuschlag - Graz ganz in die Nähe gerückt. Zwei Jahre später begann der Kohleabbau im Urgental und in der Utsch.

Die Jahrzehnte von 1848 bis 1918 waren von immer schneller werdenden Entwicklungen gekennzeichnet. Besonders kam es aber, seit der Revolution 1848, zu einer Modernisierung des Gemeindewesens und des gesamten politischen Umfeldes. In den 1860 er Jahren wurde die Eisenbahnlinie Bruck - Leoben fertiggestellt, aber die Haltestelle Oberaich ging erst am 8. Dezember 1908 in Betrieb.

Im Jahre 1849 wurde Johann Panhuber erster Bürgermeister der Gemeinde Picheldorf. In Oberaich wurde Lorenz Höfer erster Bürgermeister.

Am 26. Juli  1914 langte in Oberaich, morgens um 4 Uhr, durch Expressboten von Bruck an der Mur die Kundmachung zur teilweisen Mobilisierung für den ersten Weltkrieg ein. 26 Oberaicher und 21 Picheldorfer ließen ihr Leben an der Front. Erst um die Weihnachtszeit 1918 trat auf den Straßen hinsichtlich der Truppendurchmärsche Ruhe ein.


 

Zwischenkriegszeit

Die Zwischenkriegszeit wurde von zwei Faktoren geprägt, einerseits  von sozialer  Notlage, Armut und Arbeitslosigkeit, andererseits von Politisierung, Gewalt und Bürgerkrieg. Beide Bereiche beeinflussten einander natürlich.

Als am 11. März 1938 die Regierung Schuschnigg zurücktrat, und am 13. März die deutschen Truppen einmarschierten, waren die Reaktionen der Bevölkerung sehr unterschiedlich.  Den Landwirten wurde eine volle Entschuldung ihrer Höfe versprochen. 200 Personen wurden mit Lebensmittel, Schuhen und Kleidung beschenkt.  Bei der Volksbefragung durch Adolf Hitler am 10. April 1938, stimmten 447 von 448 Wählern für den Anschluss - in Picheldorf gar alle 298 Wähler.

Erst Anfang April 1941 wurden Oberaich und Picheldorf vom Kriegsalltag eingeholt. Durch den Einmarsch in Jugoslawien war die Gefahr von Fliegerangriffen sehr groß geworden. Die Oberaicher Volksschule wurde für den normalen Schulbetrieb mehrmals geschlossen, um Quartiere für das Militär zu schaffen. Der zweite Weltkrieg forderte in Oberaich und Picheldorf 68 Vermisste und Tote.

Nach dem Krieg marschierten die Sowjets in das Gemeindegebiet ein und zerstörten viele Einrichtungen. Am Schlimmsten jedoch war, dass das Kraftwerk St. Dionysen demontiert wurde.


 

Marktgemeinde Oberaich 1945 bis heute

Auf Weisung der englischen Militärregierung mussten im Jahr 1945 die Gemeinderäte auf drei Personen verringert werden. Bürgemeister waren in Picheldorf Gottfried Schinagl (SPÖ) und in Oberaich Johann Edlinger (SPÖ). 1946 konnte die ÖVP in Oberaich die Mehrheit gewinnen und fortan war Johann Zechner Bürgermeister.

Am 3. Februar 1961 wurde von der Landesregierung Steiermark der Gemeinde Oberaich das Recht auf Führung eines Gemeindewappens zuerkannt.

Eine der bedeutendsten Leistungen der alten Gemeinde Oberaich nach dem zweiten Weltkrieg war der Bau der Gemeindewasserleitung. Anfang Oktober 1957 wurde der Bau fertiggestellt. Die Kosten betrugen 811.886 Schilling und 97 Groschen. Zur Eröffnung der Wasserleitung kam Landeshauptmann Josef Krainer.

Mit 1. Jänner 1968 wurden die beiden Gemeinden Oberaich und Picheldorf zu einer großen Gemeinde zusammengelegt. Am 27. Oktober 1968 wurden die ersten Gemeinderatswahlen abgehalten. Das Ergebnis war ein wahrscheinlich nicht erwartetes. Die SPÖ konnte acht Mandate auf sich vereinen. Erster Bürgermeister der neuen großen Gemeinde war damit Anton Holzer.

Am 9. Oktober 1976 wurde nach fast vierjähriger Bautätigkeit die neue Oberaicher Volksschule eröffnet. Im Jahre 1979 trat Bürgermeister Anton Holzer aus gesundheitlichen Gründen zurück. Ihm folgte Friedrich Wieland.

1986 geht der Bau der S6 im Gemeindegebiet zügig voran. Einige Wohnhäuser, das alte Schulgebäude sowie zwei Bauernhöfe (Aichmoar und Wogamoar) mussten jedoch dem Fortschritt weichen.

Im Sommer 1996 wurde die neue Murbrücke bei Picheldorf, welche der Gemeinde 10 Millionen Schilling kostete, feierlich übergeben. Der damalige Landeshauptmann - Stellvertreter DDr. Peter Schachner - Blazizek  wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde Oberaich ernannt.

Bürgermeister Friedrich Wieland und sein Amtskollege aus Zalalövö in Ungarn unterzeichneten am 9. August 1997 einen Freundschaftsvertrag zwischen den beiden Gemeinden.

Mit Wirkung des 1. September 1999 wird die Gemeinde Oberaich zur Marktgemeinde erhoben.

Am 7. November 2001 folgte Gerhard Weber als neuer Bürgermeister Friedrich Wieland. Viele Projekte wurden unter seiner Schirmherrschaft verwirklicht. So war dies unter anderem der Ausbau der Kanalisation und der Wasserleitung der Ausbau der Volksschule und der des Kindergartens Utschtal, sowie die  Errichtung einer Nachmittagsbetreuung.

 

Mit 01.01.2015 bilden die beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden Bruck an der Mur und Oberaich die neue Stadt Bruck an der Mur mit Stichtag 17.12.2014 15.846 EinwohnerInnen.
 

 

 

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