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Strategische Projekte der Stadt Bruck an der Mur



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Bürgerbüro

Das Bürgerbüro steht Ihnen von Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 16.30 Uhr sowie Freitag von 7.30 bis 12:30 Uhr zur Verfügung.

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Für den Kundenverkehr stehen wir Ihnen Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und Montag, Dienstag und Donnerstag von 14 bis 15 Uhr zur Verfügung.

Kontakt

Tel.: +43 (0)3862 - 890
Email: stadt@bruckmur.at


 

Geschichte der Stadt

Die Stadt Bruck an der Mur hat nicht zuletzt auf Grund ihrer hervorragenden geografischen Lage eine lange Tradition als Handels- und Verkehrsstadt. Der erste Händler auf Brucker Boden - ein Altmetallhändler - ist uns bereits aus der späten Bronzezeit (etwa um 800 vor Christus) durch ein Altmetalldepot bekannt.
   
Dieses Depot bestand aus Bruchstücken von Sicheln, Messern, Lanzen, Griffzungenschwertern etc.i, das der Händler hier zum Schutz vor Diebstahl vergraben hatte. Der Handel mit Altmetall war zu dieser Zeit ein überaus einträgliches Geschäft.

 

Frühgeschichte

Zur Römerzeit (3. bis 4. Jahrhundert) befand sich auf der Postwiese eine Ansiedlung, deren Überreste (Hypocaustum, wertvolles Tafelgeschirr) auf einigen Wohlstand schließen lassen. Die Siedlung befand sich unmittelbar an der römischen Murtalstraße, einer Staatsstraße erster Klasse, die die Hauptstadt des Territoriums Flavia Solva mit der Obersteiermark verband und Anschluss an die Norische Hauptstraße hatte. Diese wichtige Handelsroute querte in Bruck, sehr wahrscheinlich bei St. Ruprecht, die Mur. Etwa 800 Meter Straßentrasse und eine Steinbrücke sind bei St. Dionysen noch vorhanden und zugänglich.


 

Mittelalter

Im 9. Jahrhundert gab es im Bereich der heutigen Stadt zwei kleine voneinander getrennte Ansiedlungen. Einerseits war dies "prucca", bereits im 9. Jahrhundert genannt, im Bereich St. Ruprecht. Andererseits war es die im Bereich des Minoritenplatzes gelegene kleine slawische Siedlung "muoriza kimundi" aus dem 10. Jahrhundert. Vor allem während des 12. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt Bruck zu einem bedeutenden Handelsplatz und wurde um 1230 mit dem Privileg des Salzniederlagsrechtes für ein großes Einzugsgebiet ausgestattet. Das führte schließlich zu einem weiteren wirtschaftlichen Aufschwung. Weitere Privilegien folgten und bereits 1263 wird Bruck als "oppidum" (Stadt) bezeichnet.

Das 15. Jahrhundert war ein Jahrhundert des wirtschaftlichen Aufschwunges. Geprägt wurde diese Zeit durch einflussreiche Familien wie die Kornmeß oder die Pögl, die durch ihre florierenden Hämmer an Mürz und Laming zu Reichtum und Einfluss kamen. Sie verhalfen dadurch auch der Stadt zu einem hohen politischen Ansehen im Land. Als Bauherren prägten diese Familien nachhaltig das Brucker Stadtbild (Kornmesserhaus, Heiligen-Geist-Kapelle).
 
Im 16. Jahrhundert war die Stadt Bruck so bekannt und bedeutend, dass sie in einem Schreibkalender aus dem Jahr 1575 neben Städten wie Augsburg, München, Speyer oder Paris als Lokalisierungshilfe genannt wird.
 
Es war die Zeit, in der die Stadt Bruck wirtschaftlich, aber auch politisch am Höhepunkt ihrer Entwicklung war. Mehrere Landtage fanden hier statt, u.a. der politisch brisante Generallandtag aller innerösterreichischen Länder im März 1520, bei dem es um die Aufteilung der Habsburgischen Länder unter den Nachfolgern von Kaiser Maximilian I ging. Die Steiermark fiel an Erzherzog Ferdinand, der bald nach seiner Ankunft in Graz die Privilegien der Stadt Bruck erneuerte, was für einen gewissen politischen Einfluss der Stadt in dieser Entscheidung spricht.
 
Ein weiterer, die zukünftige Entwicklung des gesamten Landes prägender Landtag fand 1575 in Bruck statt, bei dem den protestantischen Ständen die freie Religionsausübung zugestanden wurde.


 

Neuzeit

Die nachfolgenden beiden Jahrhunderte bescherten dem ganzen Land schwierige Zeiten: Hochwasser, Dürre, Seuchen, Kriegsgefahr und Brandkatastrophen brachen über die Menschen herein. Die damit verbundenen Probleme wie Flüchtlingsversorgung, Lebensmittelknappheit und hohe Lebensmittelpreise, unsichere Verkehrswege oder die Franzosenkriege trafen auch die Stadt Bruck und ihre Bewohner sehr hart. Erst im 19. Jahrhundert trat wieder ein spürbarer Aufschwung ein. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Graz - Bruck - Mürzzuschlag 1844 und später weiter nach Wien und Bruck - Leoben 1868 wurde Bruck an der Mur ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und damit auch ein bedeutender Standort für Industrie und Handel.
 
Die zunehmende Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert brachte nachhaltige gesellschaftspolitische Veränderungen. Die gesellschaftlichen Spannungen, die sich seit 1848 immer weiter aufgebaut haben, erreichten im Februar 1934 ihren traurigen Höhepunkt, als sich Heimwehr und Schutzbund in Bruck eine blutige Schlacht lieferten. Der bekannte Arbeiterführer Koloman Wallisch wurde in der Folge zum Tode verurteilt und in Leoben hingerichtet. Der Brucker Hauptplatz, heute Koloman-Wallisch-Platz, erinnert an diese Ereignisse und mahnt an Demokratie und Toleranz.


 

Das Stadtwappen

Mit Urkunde datiert vom 6.April 1506 erteilt König Maximilian I. die Erlaubnis, den Brucker Knittl-, Schrotten-, Sensen-, Klingen- und Messerschmieden auf ihren Erzeugnissen das Stadtwappen zu schlagen.

Dieses wird wie folgt beschrieben:

Ein waagrecht geteilter Schild, dessen oberes Feld grün, das untere steinfarben ist. Dazwischen eine steinerne Brücke mit zwei Türmen und vier Schwibbögen, durch welche ein Fluss hervorströmt. Im oberen Teil ist ein rechts gekehrter Panther, mit gehobenen Pfoten und feuriger Zunge.

Durch die Gemeindezusammenlegung mit der Marktgemeinde Oberaich verloren die Wappen der fusionierten Gemeinden mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens erfolgte 2016.

 

Heraldische Regeln

Ein Wappen ist ein Symbol, das untrennbar mit seinem Träger verbunden ist und einen wesentlichen Teil von dessen Identität bildet. Das bedeutet, dass ein Wappen graphisch ansprechend aufgebaut und klar strukturiert sein muss, um es zu einem unverwechselbaren Erkennungsmerkmal seines Trägers werden zu lassen. Gemeindewappen sollten so aufgebaut sein, dass sie sowohl in der Darstellung als Briefkopf als auch als Bestandteil von Begrüßungstafeln am Ortseingang usw. auf den ersten Blick erkannt werden können.

Um ein Wappen eindeutig erkennbar zu machen, sollte die Anzahl der Farben, Felder und Figuren möglichst gering sein. Die Figuren sollten den Schild weitgehend ausfüllen. Das "neue" Wappen der Stadt Bruck an der Mur entspricht diesen heraldischen Regeln.


 

 

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