25.07.2011

Marschwertung 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn sich eine Musikkapelle in der Öffentlichkeit präsentiert, so geschieht dies – abgesehen von Konzertverantstaltungen – zumeist in marschierender Form. Doch was dem Zuseher so leicht und mühelos erscheint, will regelmäßig geübt und trainiert werden.

Das Blasorchester der Stadt Bruck an der Mur hat sich in den vergangenen Jahren sehr intensiv mit dieser so wichtigen Anforderung beschäftigt, um seiner Aufgabe, die Stadt Bruck an der Mur bei Veranstaltungen zu repräsentieren, noch besser nachkommen zu können.

Wie gut eine Kapelle marschieren kann, ist jedoch nicht nur Geschmackssache. Es lässt sich messen und bewerten. Jedes Jahr findet im Rahmen des Bezirksmusikerfestes eine so genannte Marschmusikbewertung statt, bei der sich einige Kapellen einer Bewertung durch ein dreiköpfiges Expertenteam stellen. Dabei wird in Schwierigkeitsstufen von A bis E nicht nur das musikalische Können, sondern auch die Ausführung diverser vorgegebener Marschierelemente genauestens unter die Lupe genommen.

Das Blasorchester der Stadt Bruck an der Mur ist bereits zwei Mal erfolgreich in der Stufe B angetreten, sodass eine Steigerung der Schwierigkeitsstufe auf der Hand lag. „Wir haben uns entschieden, die Stufen C und D auszulassen, und gleich die Herausforderung in der höchsten Stufe zu wagen“, so Stabführer und Obmann Michael Baierl. „ Die Stufe E beinhaltet alles, was wir auch in unserem Vereinsalltag benötigen: Antreten, Abmarschieren, Halten im klingenden Spiel, einen Reihenabfall, die große Wende und einen Schwenk. Und mit dem Kreuzmarsch haben wir jetzt auch ein Show-Element im Programm.“

Das intensive Proben hat sich ausgezahlt: Die 40 Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters konnten beim Bezirksmusikerfest in der Breitenau überzeugen und erreichten einen ausgezeichneten Erfolg. Die Urkunde wird einen Ehrenplatz im Vereinslokal bekommen, steht sie doch sinnbildlich dafür, was ein Verein erreichen kann, wenn er mit Mut und Motivation ans Werk geht. Nicht zuletzt wird durch Erlebnisse wie dieses auch das Kameradschaftsgefühl innerhalb der Reihen auf eine Weise gestärkt, wie es sonst nicht möglich wäre.

„Man probt gemeinsam und lernt, sich auf seine Kollegen zu verlassen. Man teilt die Nervosität ebenso wie die Freude, wenn alles gut gegangen ist“, erklärt Michael Baierl, der sich auf diesem Wege nochmals bei allen Musikerinnen und Musikern für ihren Einsatz bedanken möchte: „Jeder von euch hat sein Bestes gegeben. Nur so konnten wir dieses Ergebnis erzielen, auf das wir zu Recht stolz sein können.“

Imelda Baierl-Melmer

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