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Strategische Projekte der Stadt Bruck an der Mur



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Attraktiv Wohnen im Bahnhofshotel

Das Bahnhofshotel in Bruck an der Mur wird grundlegend saniert und mit einem Investitionsvolumen von 4,1 Mio. Euro zu einem modernen Wohnhaus umgebaut. Bis zum Frühjahr 2019 entstehen 26 hochwertige Mietwohnungen.

Das Hotel am Bahnhof ist für Bruck an der Mur ein ganz besonderes Gebäude, dessen wechselvolle und turbulente Geschichte bis ins Jahr 1842 zurückreicht. Zwölf Investoren wollen dem traditionsreichen Gebäudekomplex nun neues Leben einhauchen.

Die Interessenten fanden im Laufe des Entscheidungsprozesses Anfang 2016 zusammen und haben sich in das historisch bedeutende Objekt „verliebt“, wie Mario Ocko und Karl Trummer, die Sprecher der nunmehr entstandenen Miteigentümergemeinschaft, meinen. Nach dem Kauf entwickelte die Investorengruppe das Gebäude gemeinsam und startet jetzt ein qualitativ hochwertiges Wohnprojekt.

Insgesamt werden 26 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 1.800 qm errichtet, die sich in kleine Wohnungen, vorwiegend für Singles, und Familienwohnungen aufteilen. Alle Wohnungen werden nach Vorgaben des Landes hochwertig saniert, mit Küchen ausgestattet und unbefristet vermietet. „Wir freuen uns alle, ein so geschichtlich spannendes, wertvolles Haus behutsam und nachhaltig sanieren und umbauen zu dürfen. Durch die Förderung des Landes ist es außerdem möglich, einen sozialen Mietzins verrechnen zu können“, so Trummer und Ocko.

Das Investitionsvolumen beträgt 4,1 Mio. Euro. Der Baubeginn erfolgt im März 2018, der Einzugstermin ist mit Frühjahr 2019 fixiert. Als Planer fungiert die Purgay + Ocko Bau -Controll GmbH mit Sitz in Bruck an der Mur, die Vermittlung der Wohnungen über den Immobilienmanager Peter Rothbart.

Bürgermeister Peter Koch sieht in dem Projekt eine große Chance für das gesamte Quartier, ist das Bahnhofsviertel doch der obersteirische Anknüpfungspunkt für die Baltisch-Adriatische-Fernverkehrsachse. „Aufgrund dieser wichtigen Funktion soll das Bahnhofsviertel als ein nachhaltiges, städtisches Quartier entwickelt werden. Neben dem Projekt Jugendstartwohnungen des Landes Steiermark, das in unmittelbarer Nähe entsteht und Wohnen mit Arbeiten verbindet, wird auch das Wohnprojekt im Bahnhofshotel eine wesentliche Aufwertung für das Quartier darstellen“, meint Koch.

Wechselvolle Geschichte

Die Geschichte des späteren Bahnhofshotels beginnt um 1842. Der damalige Besitzer und vermögende Bürger der Stadt Bruck, Adalbert Bernauer, betrieb an diesem

Ort schon einige Jahre einen Postbetrieb und war sowohl für den Brief- und Paket- als auch für den Personentransport verantwortlich. 1845 errichtete er das Gasthaus „Zur Eisenbahn“, aus dieser Zeit stammt auch die ursprüngliche Form des Gebäudes mit einem Keller-, Erd- und Obergeschoß.

Der Name des Gebäudes wurde wahrscheinlich gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf „Hotel Post“ umgeändert. Erst seit den 1920er-Jahren, und zwar mit den großen Zu- und Umbauten – u.a. Garagen, Eingänge, Waschanlage – trägt es den bis heute existenten Namen „Hotel Bahnhof“.  Die rund 80 Jahre später hinzugekommenen Geschoße und die große vorgelagerte Terrasse verhalfen dem Hotel zu seinem noch heute vorherrschenden, palastartigen Charakter.

1957 wurde das Hotel um einen großen Saal erweitert, in den Siebzigern kamen weitere Zimmer und Räumlichkeiten hinzu, die allerdings 1986 wieder rückgebaut wurden. Bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts frequentierten noch Hotelgäste das prachtvolle

Haus, ehe das Hotel von 1990 bis 2011 als Unterkunft für Flüchtlinge und Asylwerber diente. In Spitzenzeiten fanden bis zu 120 Flüchtlinge aus 30 verschiedenen Ländern eine vorübergehende Unterkunft.

Auf der Internetseite www.alteansicht.at will die Investorengruppe einerseits das Haus bewerben und andererseits alle jene, die Fotos und Erinnerungen mit diesem Objekt verbinden, auffordern sie mit anderen zu teilen.

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